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	<title>Arbeit Archive - Schellenaffe</title>
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	<description>Scheppern im Kopf. </description>
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		<title>Gesucht: Politiker (m/w/d)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Feb 2022 23:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es braucht nur noch eine kleine, banale Erfindung mehr auf dieser Welt und wir treten ein in das Zeitalter, in dem es mehr Berufe als Arbeitnehmer gibt. Irgendwo zwischen dem Galeristen für Kunsträume in virtuellen „Realitäten“ und dem Elektroautobauer, der den ersten E-Verbrauch-Skandal programmiert, wird der Kipppunkt erreicht sein. Und dann werden sich Bildungsindustrien darum formieren und darum buhlen, dreidimensionale Ausbildungsprogramme, Lehrgänge, Studienabschlüsse und Zertifikate zu entwickeln für den einen Menschen, den es geben wird, der genau diesen Beruf ausüben wird. Und auch hierbei werden neue Berufe entstehen, wie der Professor für autonome Denktechniken oder der Coach für digitalen Beischlaf. Gewiss.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2852" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-818x1024.jpg" alt="Berufsbekleidung Politiker Jobs Berufe Ausbildung" width="501" height="627" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-818x1024.jpg 818w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-240x300.jpg 240w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-768x962.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-1227x1536.jpg 1227w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-1635x2048.jpg 1635w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-920x1152.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-230x288.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-350x438.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-480x601.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG-0215-scaled.jpg 2044w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Beinahe dankbar ist man da um jeden Beruf, der ohne Ausbildung, ohne Qualifikation, ohne wesentliche Kenntnisse auszuüben ist.</strong></span> Wie „Kassenwart (m/w/d)“, „Konsument (m/w/d)“, „Moderator (m/w/d)“ – oder eben: „Politiker (m/w/d)“. Kaum ein Beruf ist so verantwortungsvoll wie der des Politikers. Kaum ein Beruf ist so unreguliert wie der des Politikers. Will man beruflichen Erfolg haben, braucht man ein Zertifikat, das einen als ausgebildeten Hundecoach, Abfallberater oder Einrichtungsexperten ausweist. Man braucht also einen Bildungsnachweis, um Pudel an der Leine zu führen, Dinge zu entsorgen oder Kerzen aufzustellen.</p>
<p>Aber will man die Zukunft von 83 Millionen mehr oder weniger zukunftsfähigen Bürgern verantworten, braucht man nichts. Kein Nachweis über einen Abschluss, eine Ausbildung, nicht mal über ein Schülerpraktikum. Selbst den Lebenslauf lesen sich in der Regel nur Journalisten der BILD-Zeitung durch. Alles was man braucht, ist ein hohes Maß an Vergesslichkeit und die Fähigkeit zu schweigen selbst dann, wenn man spricht. Dann kann man sogar Bundeskanzler werden. Es reicht, ein paar einfache Fachvokabeln, wie „privatwirtschaftlicher Vorgang“ oder „Realpolitik“, zu lernen und sich stets mit „Schönen Dank für ihre Frage“ für undankbare Fragen zu bedanken, deren Beantwortung jedoch dankenswerterweise niemand von einem erwartet. Schönen Dank auch.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Nur ist der Standard für den Beruf des Politikers auf der Welt so uneinheitlich wie für den Beruf des Fließen- oder Tarotkartenlegers.</span> </strong>In anderen Ländern benötigt man als Politiker zunächst eine Ausbildung zum Geheimagenten, um an die Macht zu kommen. In Deutschland reicht ein schlechter Gegenkandidat (wobei man selbst im Job des schlechten Gegenkandidaten es irgendwann zu etwas bringen kann, wenn man sich nur lange genug um den Posten des Parteivorsitzenden bewirbt). Als Gleicher unter Gleichen ist dies kein Problem. Doch ehe man sich es versieht, wird plötzlich von einem Politiker erwartet, dass er bitte das Problem des panzerrasselnden Despoten mit Vodka-Visage nicht einfach vergessen und verschweigen möge. Auch wenn man selbst die Besetzung eines fremden Landes als „privatwirtschaftlichen Vorgang“ betrachten mag, so recht scheint das eigene Schweigen und das Verschicken von Helmen nicht mehr als Antwort zu genügen. Ist dies der Moment, in dem der Politiker sich eine solide Ausbildung wünscht, in der er erlernen durfte, was die Aufgaben eines Politikers sind – und wie man diese meistert?</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Was wäre also, wenn „Politiker (m/w/d)“ ein Ausbildungsberuf wäre?</span> </strong>Zunächst müsste die Industrie- und Handelskammer umbenannt werden in: Politik-, Industrie- und Handelskammer. Der eine Bindestrich mehr ist nun wirklich zu verkraften. Nur ein Piks. Zur Ausbildung zugelassen werden die Besten und Stärksten eines jeden Jahrgangs: Menschen ohne Kurzsichtigkeit oder Gesichtslähmungen. Die Länge der Grundausbildung dürfte in etwa 10 Jahre betragen, die Meisterprüfung bedarf jedoch weiterer 30 Jahre. Denn um am Ende hochrangiger Meister der Politik zu sein, muss man ein alter, weißer Mann sein. Also alt sein. Zu erlernen sind im Zuge der Ausbildung Empathie und ja, das war´s. Wen die Fachlaufbahn „Internationale Politik“ interessiert, der erlernt noch zudem Trinkfestigkeit, Tischmanieren und Umgang mit sexistischen Stereotypen. Wer eher ein Auge auf die Laufbahn des Finanzpolitikers wirft, übt sich hingegen in allerlei Taschenspielertricks, die er bei Haushaltsplänen und Kindergeburtstagen gleichermaßen gewinnbringend einsetzen kann. Um Gesundheitsminister zu werden muss man lediglich ein bisschen krank sein. Oder zumindest recht nasal sprechen.</p>
<p>Wie man Pandemien bekämpft, Kriege vermeidet und das Klima rettet, würde man vermutlich nicht erlernen. Aber zumindest gäbe es eine Qualifikation. Für diese ganze Qual.</p>
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		<title>Kurzer Prozess.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2021 23:00:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ASAP. Wer kennt es nicht. Was klingt wie ein besonders ätzender Fliesenreiniger („Wisch den Kalk ab, mit Asap!“), ist eine besonders reizvolle Datumsangabe: as soon as possible. Wer sich hierbei im plüschigen, zärtlichen Lehrplan einer Waldorfschule wähnt und sich erst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>ASAP. Wer kennt es nicht. Was klingt wie ein besonders ätzender Fliesenreiniger („Wisch den Kalk ab, mit Asap!“), ist eine besonders reizvolle Datumsangabe: as soon as possible. Wer sich hierbei im plüschigen, zärtlichen Lehrplan einer Waldorfschule wähnt und sich erst mal eine Tasse Glückstee aufbrüht, wird ASAP heiß erwischt werden. Spätestens wenn über Telefonteamszoomail minütlich nach dem Arbeitsstand gefragt wird, merkt man, dass mit „heeey duuu, mach sobald du kannst“ eigentlich der Wunsch nach dem Antritt einer Zeitreise gemeint ist. Einer Reise ins Gestern. Wer wiederum versucht in der Vergangenheit Aufgaben zu erledigen, die ihm im Heute gestellt wurden, dem fehlt es grundsätzlich an einem guten Gefühl für Raum und Zeit. Vielleicht ist dadurch der Hang zur Verkürzung zu erklären, der in der Welt der nicht manuellen, sprich weniger handfesten Berufe seit geraumer Zeit Einzug hält. „FYI &#8211; wann die PPT mit dem BP done sein muss ist noch TBD, aber spätestens EOB. Wenn du sie verschickst, nimm mich in CC und schicke das RSVP PLS direkt mit.“ Was TBD wirklich bedeutet, muss erst noch decided werden. Oder discussed. Oder Dudelsack. Aber wer weiß das schon. Denn Zeit, um die Bedeutung von Abkürzungen zu recherchieren hat am Ende eh höchstens der Schülerpraktikant, dessen wichtigstes &#8222;priority project&#8220; jedoch das Aufräumen der firmeneigenen Asservatenkammer ist. Und zwar ASAP, aber spätestens bevor die Klassenlehrerin zu Besuch kommt, um sich nach dem Befinden des Sohnes des Golffreundes des Geschäftsführers zu erkunden. Nein, wer Zeit hat, der hat bald noch mehr Zeit, weil er keinen Job mehr hat. Und so hat wirklich niemand Zeit für ineffizientes Geplänkel, also das Sprechen in ganzen Sätzen und vollständigen Wörtern, in diesen auf absolute Höchstleistung getrimmten Vordenkermaschinen der modernen Wirtschaft. Nein. Hier geht es schließlich 24/7 darum, die Welt mit einem App-basierten, KI-gesteuerten, vollautomatisierten, purpose-fundierten, digitalen Kantinenspeiseplan und mit Hilfe eines in Firmenfarben laminierten Fahrradkuriers zu retten. Oder es geht eben darum, Unternehmen zu beraten, die an der Entwicklung App-basierter, KI-gesteuerter, vollautomatisierter, purpose-fundierter, digitaler Kantinenspeisepläne arbeiten und irgendwie ein Problem mit ihrer Firmenfarbe und/oder ihrem Fahrradkurier haben. Oder es geht um irgendwas mit Social Media.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Um all diese Herausforderungen gleichzeitig und natürlich ASAP zu lösen,, bedarf es geölter Arbeitsabläufe, zu deren Steuerung man geölte Arbeitsabläufe braucht.</strong></span> Die Prozesse zur Steuerung der Prozesse dokumentiert man folgerichtig in einer Prozess-Matrix. Die Matrix dient dazu einem jeden Mitarbeitenden regelmäßig die Möglichkeit zu bieten, aus der zweidimensionalen Bildschirmwelt aufzutauchen (bis Marc Zuckerberg das mit dem 3D-Meta-Keiner-versteht-was-er-meint geregelt hat). Jede Abteilung dokumentiert und prozessiert ihre eigenen Abläufe. Hierbei wird kleinlichst darauf geachtet, dass keine andere Abteilung oder Firmensoftware eine Ahnung davon bekommt, was in jener Abteilung getan wird. Wo kämen wir da hin – außer weiter?! Das nur durch akribische Detailarbeit zu erzielende Ergebnis dieser Bemühungen nennt sich schlussendlich „Matrixenlager“. Um die Undurchsichtigkeit eines jeden Unternehmensbereiches darüber hinaus sicherzustellen, werden diese vierteljährlich umbenannt und um eines der folgenden Worte in willkürlicher Aneinanderreihung ergänzt: Digital, Innovation, Strategic, EMEA und/oder Gurkensalat. Der mit einem Blaumann (Mann mit blauem Anzug) bestückte unterqualifizierte, überbezahlte Posten des Vorturners ist ein „Head off“, also eine eher kopflos wirkende Gestalt mittelstarker Zumutung und Alterung. Er dient primär der allgemeinen Verwirrung.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Ebenjener Chefgestalt stellt man in der Regel Termine ein (während man sich eigentlich gerne selber einen einstellen würde, vorzugsweise einen GT), um mit ihr zu sprechen.</span></strong> Einfach anrufen ist keine Option. Auch dann nicht, wenn der Blaumann blau macht und nicht zum eingestellten Termin erscheint. Es folgt der Follow-Up-Termin, bei dem besprochen wird, wann es zeitlich passen würde um zu sprechen. Einfach so angerufen werden lediglich Menschen, denen man eine E-Mail schicken wird, um deren Versand verbal zu begleiten („Ich hab dir grad was geschickt. Hast du dir das schon angeschaut?“). Diese zweidimensionale Form der Kommunikation wurde nun bereichert um eine dritte Dimension, die beides in sich vereint: schriftliches Gelaber in Form eines Chats. Chats haben sich seit ihrer Erfindung in den späten Neunzigern nur unwesentlich verändert. Sie dienen weiterhin dem spätpubertären Austausch fragwürdiger Wortreihungen und Bildchen. Neuerdings bewegen die Bilder nicht nur den Hormonspiegel, sondern auch sich selbst. Also die Bildchen. Das nennt sich Gif und wirkt besonders giffig. Gifs sind nicht zu verwechseln mit der sehr artgleich erscheinenden Funktion der „Video-Telefonie“. Hier wiederholt sich zwar auch sehr viel, aber Tierbabys spielen nur eine untergeordnete Rolle, indem sie unter dem Tisch des Gegenübers das WLAN-Kabel (ha ha) anfressen.</p>
<p>Während man nun damit beschäftigt ist, das passende Gif zum Thema „Katzenbaby weihnachtlich“ und im Home Office den Kantinenspeiseplan herauszusuchen, macht die Spendenorganisation, die einem zu jedem Monatsende eine Zuwendung zukommen lässt, tatsächlich so etwas wie „Umsatz“. Schock, große Not! Wie konnte das passieren? Diese eigenwilligen „Kunden“ sind schuld hieran. Dabei wollte man genau das doch tunlichst vermeiden. Damit sich dergleichen nicht wiederholt, gibt es prompt neue Prozesse, Firmenfarben, Beförderungen – und das wichtigste: eine Projektgruppe, die sich „Future United Change Kickoff“ nennt und sich vorrangig damit beschäftigt, eine passende Projektsoftware zu finden, um damit das Projekt zu steuern, das sich der Steuerung von Projekten annehmen soll. Die Software „Projekt unification hub“ steht ganz oben im Kurs.</p>
<p>Wer jetzt nur denkt „Puh, Fuck“ ist nicht nur in der digitalen Arbeitswelt angekommen, sondern auch in der Realität. Oder gehen wir etwa die heutigen, globalen Herausforderungen wesentlich anders an? Denn egal ob auf der Erde oder auf dem Bürostuhl: wir drehen uns gerne im Kreis.</p>
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		<title>Letzte Preis.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2020 23:00:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Puh, November. Ist ja eher so unteres Mittelfeld in Sachen monatlicher Gefühlsaufwallung. Menschen, die den November als ihren Lieblingsmonat bezeichnen, mögen auch den Geruch von nassem Hund und die Farbe Ocker. Normale Menschen meiden hingegen den November, indem sie verreisen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Puh, November. Ist ja eher so unteres Mittelfeld in Sachen monatlicher Gefühlsaufwallung. Menschen, die den November als ihren Lieblingsmonat bezeichnen, mögen auch den Geruch von nassem Hund und die Farbe Ocker. Normale Menschen meiden hingegen den November, indem sie verreisen oder Weihnachtsmärkte eröffnen. Diesmal sind die Bedingungen jedoch besonders Novembernebel-trüb. Irgendwo zwischen der Decke, die einem auf den Kopf fällt, und dem Boden, auf dem man im Matsch ausrutscht, kriegt man allmählich ein klein wenig schlechte Laune. Um diese zu überwinden, frönt man dem altbewährten Motto „aufkaufen statt ausrasten“ und lässt sich zum Konsum verführen von laut schreienden Black-Friday-Angeboten, die so hochpreisig sind, dass sie in einen persönlichen schwarzen Freitag zu münden drohen: dem Crash in der eigenen Geldbörse. Und da hat der Cyber Monday, an dem man endgültig zum Cyborg mutieren wird, noch gar nicht begonnen.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Umsatz wird angesichts der eigenen Privatinsolvenz ebenso wie Stauraum für die zahllosen Pakete, die demnächst bei den Nachbarn abgeholt werden sollten, herbeigesehnt.</strong> </span>Was also tun? Die Lösung ist denkbar einfach: ausmisten statt ausrasten. Alles Unliebsame, was keinen Herzschlag kennt, soll zu Geld gemacht werden. Hierfür hat dieses Neuland Internet einen wunderbaren virtuellen Ort geschaffen, an dem man sich jedes Mal, wenn man ihn betritt, daran erfreut, dass das wirkliche Leben anders ist als das Leben an jenem Ort. Man freut sich darüber, dass man normalerweise in ganzen Sätzen miteinander kommuniziert, Fremde nicht einfach die eigene Wohnung betreten und man seinen eigenen Rassismus im Griff hat. Dieser Ort, an dem alles anders ist, heißt eBay Kleinanzeigen. Was klingt wie ein Bürgerportal zur Strafverfolgung von Kavaliersdelikten, ist in Wahrheit ein orwellsches Labor zur Studie menschlichen Verhaltens. Als kostenlose Beratung aller Novemberneulinge sei an dieser Stelle daher die Verfahrenweise einmal erläutert.</p>
<p>Zunächst beginnt es mit der Identifikation möglicher Verkaufsobjekte. In diesem Jahr ist dies besonders einfach, da das sogenannte Wichteln ausfällt, bei dem man sich normalerweise solcher Dinge entledigt. eBay Kleinanzeigen bietet die Möglichkeit alle diese zu verkaufen. Wirklich alles. Gegenstände, Dienstleistungen, Lebewesen. Vermutlich sogar gegenständliche Dienstleistungen mit Lebewesen. Oder gebrauchte Lippenstifte.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Als nächstes recherchiert der Nippes-Owner den marktüblichen Preis des Verkaufsobjektes und bewertet den Zustand des eigenen Gedöns.</strong></span> Profis dimmen hierfür das Licht. Dies ist ebenfalls hilfreich, um anschließend von einem automatischen Blitz überbelichtete Fotos zu machen. Diese stellt man dann mit einem knackigen Werbeslogan wie „Nippes mit Niveau sucht begüterten PayPal-Kunden“ online und wartet auf erste Interessenten. Ob man dabei den Preis als verhandelbar oder feststehend angibt, spielt keine Rolle. Verhandelt wird so oder so. Jene Verhandlung wird meist mit dem eloquenten Klassiker „Letzte Preis?1!“ eröffnet. Doch nun unterdrückt man den Impuls, denjenigen wegen Sittenwidrigkeit zumindest klein anzuzeigen und antwortet stattdessen mit einem freundlichen „Guten Abend Herr [Name, von dem man nicht weiß, ob es ein Vor- oder Nachname ist], vielen Dank für Ihre Nachricht und das darin bekundete Interesse an unserem hochwertigen Produktangebot. Leider ist es uns aufgrund des Fehlens einer sachlichen Anrede und diverser Satzbausteine nicht möglich, Ihre Anfrage zu bearbeiten. Zur Erzielung eines zeitnahen Vertragsabschlusses und Beseitigung etwaiger Missverständnisse bitten wir daher um erneute Übersendung eines vollständigen Satzes. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Wortschatz.“</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2671" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2.jpg" alt="eBay Kleinanzeigen Nippes Weiterverkauf verkaufen" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2.jpg 750w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>In der Regel reagieren Interessenten hierauf wie auf den adventlichen Besuch der Steuerfahndung: sie tauchen unter.</strong> </span>Dieses Phänomen der plötzlich einsetzenden gespenstischen Stille ist bekannt aus dem Bereich des Online-Datings und nennt sich „Ghosting“. Reagiert man zunächst noch irritiert und empört auf solch respektlose Formen des menschlichen Umgangs, entdeckt man bald die Nützlichkeit dieser Verfahrensweise und antwortet spätestens nach der dritten wortgewaltigen Preisanfrage nicht mehr auf Nachrichten. Auch nicht mehr auf die der eigenen Familie. Wie soll man auch antworten auf Fragen, die keine Fragen stellen? Man wird so oder so allmählich erschlagen von Wortfetzen und Buchstabenkombinationen. Spätestens wenn man etwas als „zu verschenken“ eingestellt hat, wird man restlos überflutet von der Fanpost „internationaler Käufergruppen“. Ein Wort der Warnung sei daher ausgesprochen: den Begriff „gratis“ sollte man sich auf eBay Kleinanzeigen sparen. Denn kaum ist er ausgesprochen oder –schrieben, wähnt man sich und seinen Nippes in der zwielichtigen Welt des Import-Export &#8211; und sich selber auf dem Jahrestreffen anonymer Rassisten. Doch eBay Kleinanzeigen wäre nicht so erfolgreich, wenn es für aufkeimendes Nationalbewusstsein keine automatisches Gegenmittel präsentieren würden: den Portokosten-Pedanten, der einfach nur Deutscher sein kann und Dieter heißt. Man hasst ihn augenblicklich. Wie bei einem Neugeborenen debattiert man mit Dieter Größe und Gewicht des nach Bottrop zu versendenden Babys und verbringt geraume Zeit auf der Internetseite der Deutschen Post. Sind die Verhandlungen irgendwann doch abgeschlossen, beginnt das Duell um Geld und Versand. Wer zuckt zuerst? Da dieses Duell nur etwas für die mutigsten Cowboys ist, suchen sich die meisten Nippes-Owner daher lieber einen vertrauten Kriegsschauplatz aus: das eigene Zuhause.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Und dann ist er da, dieser Moment, dem man so lange entgegengefiebert hat: der Moment, in dem man „Ja“ sagt.</strong></span> Und seine Adresse preisgibt. Von da an schläft man unruhig. Was ist, wenn jemand kommt, um den DVD-Player einfach zu stehlen? Um sich abzulenken, geht man alle Wechselgeldkonflikte im Geiste durch. In den nächsten Tagen hortet man entsprechende Schein-Münz-Kombinationen, um auf 4€ rausgeben zu können. Egal wie. Schließlich klingelt es. An der Tür. Und in der Kasse voller Kleingeld. Es folgt der Verkaufsakt auf der Türschwelle. Kurz und komisch. Wie jedes erste Mal. Erleichtert ist man, wenn man dem namenlosen Fremden schließlich hinterher blickt, der einem die Wohnung leerräumte &#8211; ein kleines bisschen leerer zumindest. Man fühlt sich befreit und bereichert. Ein erhabenes Gefühl, das abrupt unterbrochen wird von einem erneuten Läuten der Türklingel. Man befürchtet, der Nippes habe sich direkt im Treppenhaus pulverisiert und schaut zögerlich durch den Türspion – durch den man nur die hinter einem Berg an Paketen versteckte Schirmmütze eines DHL-Boten erkennt. Die Pakete &#8211; das erkennt man mit zugekniffenen Augen &#8211; tragen alle den eignen Namen als Anschrift. Puh, da ist er wohl: der letzte Scheiß.</p>
<p>(Link zum attraktiven Angebot: <a href="https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/klopapier-interessante-fehlproduktion-2-in-1-sammler/1544682290-234-3121?utm_source=mail&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=socialbuttons&amp;utm_content=desktop" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/klopapier-interessante-fehlproduktion-2-in-1-sammler/</a> )</p>
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		<title>Chefsache.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2020 22:00:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fast jeder kennt ihn. Diesen einen Menschen in seinem Leben, der bestimmt, wann man morgens aufsteht. Wie lange man in Urlaub fährt. Wie viel Geld man ausgibt. Wie oft man seine Freunde sieht. Wie gestresst man im Alltag ist. Dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder kennt ihn. Diesen einen Menschen in seinem Leben, der bestimmt, wann man morgens aufsteht. Wie lange man in Urlaub fährt. Wie viel Geld man ausgibt. Wie oft man seine Freunde sieht. Wie gestresst man im Alltag ist. Dieser eine Mensch, der bestimmt, wie glücklich man im Leben ist. Dieser Chef des eigenen Lebens ist häufig weder der Mensch, der einen morgens im Spiegel durch öffnungsgesperrte Augen anschaut oder der beim Zähneputzen am Hosenbein zupft und auf den Arm genommen werden möchte – dieser Chef ist der Chef auf der Arbeit.</p>
<p>Zumindest gefühlt – denn kaum eine Person beeinflusst so viele Eckpunkte unseres Lebens. Ohne sich mitunter überhaupt bewusst zu sein, dass er oder sie mehr Einfluss als ein Ehepartner haben kann. Doch viel wesentlicher als der Rahmen, den uns unser  Vorgesetzter setzt, ist der Einfluss auf die „Farbenfreude“, die wir auf dieser in den Rahmen gespannten Leinwand zeichnen. Kaum jemand bestimmt so sehr, wie zufrieden wir an unserem Arbeitsplatz sind, der eben einen wesentlichen Teil des Platzes in unserem Leben einnimmt. Wie wohl, wertgeschätzt, gefordert und gefördert wir uns fühlen. Oder eben wie unwohl.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Hört man sich um, kann jeder dieses eine Lied singen.</span></strong> Diese gedankenschwere, manchmal erschöpfte, manchmal stinkwütende Melodie davon, wenn man sich von seinem Chef schlecht behandelt fühlt. Wenn Projekte im Chaos versinken. Wenn Arbeitszeiten sich ausdehnen wie Hosenbunde im Home Office. Wenn man vergeblich auf Anerkennung wartet. Wenn man Emails bekommt statt Antworten. Wenn man das Netto jeden Monats anschaut und sich fragt, was unterm Strich eigentlich übrig bleibt: Schmerzensgeld oder Entlohnung? Lohn oder Hohn? Studien belegen: die meisten kündigen nicht ihren Aufgaben, ihren Gehältern, ihren Kollegen, ihrem Kantinenfraß oder einem anonymen Arbeitgeber.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Die meisten Menschen kündigen ihrem Chef.</span></strong></p>
<p>Personalwechsel ist teuer und mühselig. Wie kann man die Ursache für solche Verschwendung von Geld, Zeit und Leben unbemerkt geschehen lassen? Sollte man da nicht eine Art „Führerschein“ für Führungskräfte (ok, schwierige Wortwahl) ins Leben rufen, um Mindestansprüche an dem Umgang mit Menschen sicherzustellen? Wie kann diese geballte Inkompetenz existieren, die mehr als nur Einzelmeinungen verweichlichter Arbeitsverweigerer sind? So unterschiedlich die Gründe für den Frust am Chef auch sein mögen, ein Muster (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) lässt sich nicht von der Hand weisen. Ein Muster aus Krustenbildung und Wundenlecken.</p>
<p>Stellt man die Frage, wer in der Regel befördert wird, rufen vermutlich nur diejenigen „der Beste!!!“, die selber soeben befördert wurden. Das Gros wird eher so etwas sagen „derjenige, der sich als der Beste verkaufen kann“. Was nicht das Gleiche ist. Sich manchmal sogar widerspricht. Denn der eine ist der Beste im Lösen einer Aufgabe, der andere der Beste im an sich Reißen, Aufblasen, Ansabbern, Umverteilen, Ablagern und langsamen Verwesen einer Aufgabe. Der eine kann. Der andere will. Der eine denkt an Inhalte, der andere an Machterhalte. Zu oft kommt man mit Empathie und Fachkenntnissen weniger oder langsamer voran als mit Rhetorik und Machthunger. Und so bildet sich eine feste Kruste, aus Menschen, die Menschen befördern, die sind wie sie selbst (siehe auch <a href="http://schellenaffe.de/2019/10/14/frauen-und-die-macht/">Frauen und die Macht.</a>): laute, schnelle und machthungrige Verkäufer und Netzwerker, die die Kunst beherrschen, sich ihrem Gegenüber jederzeit anzupassen. Der Bewerber wird freundlich umworben, der Mitarbeiter freundlich darauf hingewiesen, den Scheiss jetzt einfach zu machen und dem eigenen Chef wird eine problemfreie Welt präsentiert. Bloß kein Bremser oder Bedenkenträger sein. Lieber das Maximum aus den immer saurer werdenden „Vollzeitäquivalenten“ pressen. Das Motto der Kruste: nach oben stets hui, nach unten stetig pfui. Gut beim Chef statt ein guter Chef.</p>
<p>Und unter der Kruste? Da rottet sich &#8211; gerade in Deutschland &#8211; häufig eine sich selbst bejammernde Herde an Unternehmensbewohnern zusammen, die gerne anonym bleibt und sich ihre Wunden leckt. So hart das eigene Urteil über die Zustände auch ist, so weich sind ihre Worte. So hoch die Erwartungen an den Chef sind („So schwer kann das ja nicht sein“), so klein ist der Wille, diese auch klar zu artikulieren. Das bringt ja eh nichts, außer vielleicht ein Kündigungsschreiben. Er gab Feedback, und war dann weg. Wenn man nichts sagt, dann macht man auch nichts falsch. Aber eben auch nichts besser. So lebt man in seiner Welt der „die da oben sind schuld“ und versucht niemandem im Weg zu stehen. Aus Angst davor, seinen Job zu verlieren, den man eh schon lange nicht mehr mag. Oder aus Angst vor der Anstrengung, sich überlegen zu müssen, was man eigentlich (sagen) möchte. Man leckt sich lieber seine Wunden, heimlich, am Kaffeeautomaten, bis zur Rente. Wund gejammert.</p>
<p>Und so bewegen wir uns einer Welt, in der die einen nichts hören und die anderen nichts sagen wollen. Miteinander. Zueinander. In der die einen damit durchkommen und die anderen sie durchkommen lassen. Jeder Paartherapeut hätte seine pure Freude an der Dysfunktionalität dieser Beziehung. Sie sicherte ihm die Rente und den teuren Sommerurlaub.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Kann man Menschen wirklich ändern?</span> </strong>Vermutlich nicht. Kann man ändern, wie Menschen miteinander kommunizieren? Vermutlich ja. Doch Kommunikation lebt eben davon, dass jemand etwas sagt und jemand anderes etwas hört. Und das muss nicht gleich ein „Ficken Sie sich“ sein. Man könnte es zunächst mit dem Kindergarten Basiswissen beginnen: was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Oder willst du, dass die anderen über dich reden statt mit dir? Dass jemand deine Sandburg als seine ausgibt? Dass dir keiner beim Puzzeln hilft, auch wenn du nicht weiterkommst? Dass sich jemand beim Schaukeln vordrängelt? Ne, das wäre ja Kindergarten. Totaler Kindergarten.</p>
<p>Vieles ist Chefsache, aber nicht alles in diesem Kindergarten.</p>
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		<title>Dösenantrieb.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2020 22:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welch fahrlässige Dösung. Die Sonne scheint. Hell und freundlich lacht der schöne Tag durch das Fenster. Und man liegt auf der Couch. Verkrochen unter einer Decke, bedeckt mit halbgeöffneten Augenlidern. Die Gedanken plätschern sanft vor sich hin anstatt zu scheppern. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Welch fahrlässige Dösung. Die Sonne scheint. Hell und freundlich lacht der schöne Tag durch das Fenster. Und man liegt auf der Couch. Verkrochen unter einer Decke, bedeckt mit halbgeöffneten Augenlidern. Die Gedanken plätschern sanft vor sich hin anstatt zu scheppern. Nichts treibt einen an oder um – außer der eigene Dösenantrieb. Die Superkraft des Entspannens.</p>
<p>Wie eine Mittsommernacht dämmert man dahin. Ob man in den dunklen Schlaf findet oder in schummriger Ruhe verweilt, bleibt ungewiss. Das ist die einzige Spannung der Entspannung, die Frage nach der Dösierung: Bleibe ich wach oder schlafe ich doch kurz ein? Dabei ist die Antwort gänzlich egal. Der Ausgang des Dösens lässt sich nicht steuern oder planen. Der Schlaf des Dösers ist wie der Sommer: ob er wirklich kommt und wie lange er bei uns bleibt, ist ungewiss (und meist geht er mit langen Nächten einher). In der Dämmerung des Geistes reduzieren sich die Gedanken. Doch anders als beim nächtlichen Zubettgehen halten sie den Döser nicht von etwas ab und rauben ihm den Schlaf, sondern sie massieren sanft seine Denkmuskeln. Der ruhige, gleichmäßige Atem, der einen dabei begleitet, ist wie die 9. Sinfonie – von Betthoven. Alles reduziert sich auf das Wesentliche: Decke und Kissen.</p>
<p>In anderen Kulturen wird der Magie des Dösens gehuldigt. Geschäfte schließen am helllichten Tag. Die Betriebsamkeit wird gedrosselt. Der eigene Lauf durch den Tag unterbrochen. Siesta, welch eine Fiesta. Sobald die Sonne hoch steht, legen sich alle anderen tief hernieder. Und wir? Uns bleibt das Nickerchen im Bürostuhl oder die Pause ohne Plauderei meist verwehrt. Dabei besitzt beinahe ein jeder diese Superkraft. Ob im Sog des Düsenantriebes eines Flugzeugs oder als Beischläfer im Auto, ob auf den Bücherstapeln der Bibliothek oder der Sitzbank eines ratternden Zuges, wer erlag ihm noch nie? Dem Dösenantrieb. Warum sollte man also jenen übermächtigen Kräften nicht nachgeben und sich an einem gewöhnlichen Montagmittag ein kleine Portion Dösenravioli aufmachen?</p>
<p>Bis zu jenem Moment, an dem man erwacht, nicht weiß, wo man sich befindet (ob in Döseldorf oder Dösburg), wie spät es ist und sich fragt, ob man wirklich geschlafen hat. Ganz so, als würde man niesen und sich dabei fragen, ob die Nase juckte. Für einen kurzen Augenblick der Unklarheit ist alles wundersam egal. Dann beginnt man sich zu bewegen, den Motor langsam zu starten und den schönen Tag, der noch immer hell und freundlich durch das Fenster lacht, erneut zu grüßen. Der Dösenantrieb wird langsam gedrosselt und mit neuer Energie düst man voran.&nbsp;Denn Opfer einer Überdösis möchte man schließlich nicht werden. Das wäre dös Wahnsinns.</p>
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		<title>Keine Hose, kein Problem.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2020 22:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sonne scheint durch das Fenster. Die eigene Müdigkeit wird angestrahlt und ausgeknipst. Diffus versucht man sich an seine letzten Träume zu erinnern, während man in einem sonderbaren Tagtraum erwacht. Es ist Zeit aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sonne scheint durch das Fenster. Die eigene Müdigkeit wird angestrahlt und ausgeknipst. Diffus versucht man sich an seine letzten Träume zu erinnern, während man in einem sonderbaren Tagtraum erwacht.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Es ist Zeit aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.</strong></span></p>
<p>Der Arbeitsweg beginnt mit leichter Verspätung an der menschenleeren Bettkante. Man schnappt sich noch schnell seine Zahnbürste, steckt sie sich in den Mund und macht sich auf den Weg. Zur Arbeit. In ausgefranster Unterhose. Unterwegs liest man auf dem Handy – die Uhrzeit. Und lauscht ein wenig der Musik – des zweiten Handyweckers.</p>
<p>So kräftezehrend und lange wie ewige Pendelstrecke ist, so lange braucht der eigene Computer um hochzufahren. Doch in der Zwischenzeit macht man sich erst einmal einen Kaffee. Das dreckige Geschirr stapelt sich schon wieder in der Kaffeeküche. Schlimm, diese rücksichtslosen, nur an sich denkenden Bürobewohner. Immerhin ist keiner dieses Gesindes in Sichtweite und möchte sich über die Rücksichtlosigkeit der anderen unterhalten, während er insgeheim an sich denkt.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Irgendwie merkt man früh an diesem Arbeitstag, dass man die Arbeitskollegen in letzter Zeit nicht mehr gut riechen kann.</span></strong></p>
<p>Und so setzt man sich ungeduscht auf seinen Arbeitsplatz und gähnt genüsslich. Ein leiser Furz entfährt, der niemanden zu interessieren scheint. Noch eine Stunde bis zum ersten Termin. Der richtige Zeitpunkt, um sich seiner ersten Aufgabe, dem besonders komplexen Projekt mit den vielen Bausteinen und schwierigen Lösungswegen zu widmen. Mit noch frischem, morgendlichen Geist setzt man sich an die herausfordernde Aufgabe: das 1000-Teile-Puzzle. Der Projektleiter ruft zwischendurch an und fragt nach dem allgemeinen Vorankommen. Bestens, man habe soeben eine schier unlösbar erscheinende Phase des Projektes gemeistert. Die Lösung war irgendwie unter den Teppich gekehrt worden (das Puzzle-Teil mit der rechten Turmspitze des Schloss Neuschwansteins).</p>
<p>Man zieht sich noch schnell sein zerlöchertes T-Shirt mit der Aufschrift „ABI 2,003 ‰ &#8211; Meist dichter als Denker“ an und schlurft ins erste Meeting des Tages. Allmählich trudeln die ersten Kollegen ein. Wie ein gut gelaunter DJ fragen sie zur Begrüßung „Könnt ihr mich hören?“. Die Masse schweigt. Keiner scheint zu tanzen. Von irgendwoher dröhnen Geräusche eines Rasenmähers in den Meetingraum. Jemand isst eine Tüte Chips. Man beschließt die Zeit zu nutzen, um sich lustige Tiervideos anzuschauen und blickt nur kurz auf, als der Referent plötzlich verschwunden ist. Mitten in seinem Satz hat er den Raum verlassen. Doch niemand scheint sich darüber zu wundern. Der Kollege mit der besonders ausgewogenen Ernährung steht auf und holt sich etwas zu trinken. Das Ploppen einer geöffneten Bierflasche hallt durch den Raum. Der Redner kehrt so unvermittelt zurück wie er gegangen ist und fragt nur „Ab wann war ich weg?“. Ganz so, als sei er kurz eingenickt. Ein Kollege bewegt seine Lippen, als würde er auf die Frage antworten. Doch es kommt kein Geräusch aus seiner Kehle. Wie ein Fisch bewegt er seinen Mund, doch niemand schaut hin. Mitten in die Präsentation hinein platzt es plötzlich aus ihm heraus „Mist, ich war stumm“. Auch auf diese Feststellung folgt nur stille Zustimmung. Am Ende des Termins rufen alle ein ohrenbetäubend lautes „BIS BA“ und verlassen gleichzeitig und fluchtartig den Raum.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2404" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-1024x1024.jpg" alt="Home office Heimarbeit Büroalltag Keine Hose kein Problem" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/03/Home-Office-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>In der Mittagspause hängt man kurz die Wäsche auf und rollt sich an seinem Arbeitsplatz nur für ein kurzes Nickerchen zusammen. Die Kantine möchte man eigentlich meiden seit der „Schweinebraten mit Knödeln und Rotkohl“ einer Suppenschüssel voll Cornflakes gewichen und der Service quasi nicht mehr existent ist. Aber die Portionen stimmen immerhin noch.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Nach dem Mittag widmet man sich dem e-Learning für Führungskräfte zum Thema Feedbackkultur („Super Mario“) und freut sich wie ein Moorhuhn über erste Erfolge.</span> </strong>Doch dann ruft Mutter an und reißt einen aus der produktiven Konzentrationsphase. Man wimmelt sie ab nach einer Stunde und eilt in den nächsten Termin. Der Chef begrüßt die Runde mit einem „Sei endlich still“. Sein Hund ist auch dabei und wedelt fröhlich mit dem Schwanz. Alle anderen sind stumm. Leicht rot anlaufend ruft er „Kann mal jemand den Hund hier wegnehmen?“. Keiner steht auf. Seine Frau huscht schließlich kurz herein und zerrt den Hund ohne ein Wort des Grußes aus dem Besprechungsraum. Die Kinder des Abteilungsleiters nutzen die Gunst der Stunde und laufen ebenfalls kurz in den Raum, um ihr gemaltes Meetingprotokoll in die Runde zu zeigen. Nach einem kurzen Handgemenge ist es plötzlich sehr still. Der Chef bewegt sich nicht mehr. Er ist eingefroren, obwohl man selber nur (also ausschließlich) ein T-Shirt trägt und es als recht warm im Raum empfindet. Als kurze Zeit später eine E-mail des Chefs folgt („Rudi hat auf den WLAN-Router gepinkelt. Bitte Termin verschieben.“) und man sich wundert, wie er diese ohne jede Regung verfassen konnte, löst sich die Runde auf. Der Chef bleibt bewegungslos zurück.</p>
<p>Eilig geht man zurück an den Arbeitsplatz. Man muss schließlich noch einiges schaffen heute. Unter anderem Staffel 2, Folge 4 bis 9. Und für die Steuerabteilung wollte man auch noch etwas fertig machen. Da man ein besonderer Verfechter von Teamarbeit ist, bittet man den lieblichen Silvaner Riesling um Mithilfe. Und prompt geht die Arbeit viel flüssiger von der Hand.</p>
<p>Doch dann ist es endlich 13:45. Feierabend für heute. Zeit, sich endlich den schönen Dingen des Lebens zu zuwenden. Wie dem Brett-vor-dem-Kopf-Spiel „Mensch, ärger dich nicht über Vorurteile“. Oder dem 1000-teiligen Puzzle „Dein Email-Postfach“.</p>
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		<title>Montag mal anders.</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Oct 2019 22:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ein flauschiger kleiner Affe hangeln wir uns jede Woche von Baum zu Baum. Von einem Baum &#8211; auf dem wir gemütlich mit unseren Lieblingsaffen abhängen, uns an Sachen, die nicht auf Bäumen wachsen, satt essen und den Ausblick genießen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ein flauschiger kleiner Affe hangeln wir uns jede Woche von Baum zu Baum. Von einem Baum &#8211; auf dem wir gemütlich mit unseren Lieblingsaffen abhängen, uns an Sachen, die nicht auf Bäumen wachsen, satt essen und den Ausblick genießen &#8211; zum nächsten. Das Leben könnte so schön sein, wäre da nicht diese affige Pendelstrecke. Zwischen den Bäumen wartet schließlich der einsame freie Fall auf uns. Festgeschnallt an einem Bürostuhl ziehen uns die Schwerkraft und die viele heiße Luft der Arbeitswoche nach unten.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Schon wieder Montag.</span></strong></p>
<p>Bevor der Tag beginnt, geht er einem schon auf den Wecker. Denn man lässt sich von einem Wecker aus dem Tiefschlaf reißen, schiebt sich mit halbgeöffneten Augen wie ein grobmotorischer Schimpanse ein Toastbrot unter oder in die Nase und sich selber schließlich in ein Verkehrsmittel voller Affen. Dann hängt man den Tag ab an einem nur selten an prachtvolle Baumkronen erinnernden Ort. Dort ist man umgeben von E-Mails, die den Nährwert einer Bananenschale haben, und von bizarren Primaten, die ihren Nährwert aus dem Wort „Weisungsbefugnis“ oder „Kundschaft“ ziehen. Auf dem Heimweg begegnet man wieder den gleichen Affen, mit den gleichen müden Augen. Die eigenen müden Augen setzt man abends vor irgendwas Flimmerndes, einen Fernseher oder die alte Lavalampe aus dem Keller. Vorbei ist der Mimimimontag. Einer von fünf geschafft. Noch vier Tage bis zum Wochenende.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2193" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-1024x1024.jpg" alt="Montag mimimimontag Arbeit" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Montag-1-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Doch was bedeutet es, wenn der Montag als Gang zur rostigen Guillotine empfunden wird?</span> </strong>Wer so lebt, dessen Lebensjahr besteht aus 52 Wochenenden. Statt 365 Tage erlebt man lediglich 104 Tage mit Grauschleier dazwischen. Klingt irgendwie nebulös. Doch was hält uns davon ab, Floskeln wie „schon wieder Montag“ oder „endlich Urlaub“ aus unserem Vokabular zu streichen? Warum feiern wir das Bergfest, anstatt den Montag zu würdigen? Warum freuen wir uns so selten darüber, eine flauschige Arbeitsstelle zu haben, bei der wir weder unser Leben noch unsere Würde gefährden, bei der wir Menschen außerhalb unserer kleinen Baumkrone begegnen, bei der wir etwas lernen, bei der wir weniger Zeit als in unserem Bett verbringen? Und im Bett begegnen den wenigsten von uns Fremde, die mit uns über die letzten Umsatzzahlen sprechen möchten.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Arbeit kann und soll uns bereichern. Im wahrsten Sinne.</span></strong></p>
<p>Wer jedoch jeden Montag mit einem Sinne betäubenden Scheppern im Kopf erwacht, sollte sich fragen, warum er in einem Land der Vollbeschäftigung, des Fachkräftemangels, der flexiblen Arbeitszeitmodelle, nichts gegen diesen Lärm im eigenen Körper unternimmt. Wer auf einer Hallig lebt, Bergmann sein will, Zeit seines Lebens in einer Videothek gearbeitet hat und Angst vor dem Internet hat, dem fehlen vielleicht ein bisschen die Möglichkeiten. Aber fehlen jedem von uns die Optionen?</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Was hält uns davon ab, zwischen den Bäumen zu fliegen anstatt zu fallen – und diesen Flug zumindest versuchen zu genießen?</span></strong></p>
<p>Doch bei aller geistigen Selbstbekehrung und -belehrung, am Ende bleibt in der Regel eine kräftezehrende Arbeitswoche, in der wir mit Kollegen, Kunden und überhaupt mit Menschen – igitt &#8211; interagieren müssen. In der wir nicht immer frei in unseren Entscheidungen und Aussagen sind. In der wir von einem Folterinstrument der Moderne, dem Wecker, diktiert werden. Man möchte ja arbeiten, aber muss es gleich so viel? Muss es nicht, die Bäume könnten auch dichter beieinander stehen. Das nennt sich dann Arbeitszeitverkürzung oder Auszeit oder Home Office oder was auch immer sich das 21. Jahrhundert noch alles einfallen lässt, um den Menschen die Arbeit schmackhafter zu machen. Um den Montag ein bisschen weniger bitter schmecken zu lassen. Wir müssen nur anbeißen.</p>
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		<title>Frauen und die Macht.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2019 22:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich werde ignoriert. Ich rede und werde ignoriert. Mein Gegenüber blickt abwesend durch mich durch, als sei ich eine leere Pfandflasche, fingert an seinem Kugelschreiber herum und schaut schließlich die Person neben mir fragend an. Diese fängt wiederum mitten in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde ignoriert. Ich rede und werde ignoriert. Mein Gegenüber blickt abwesend durch mich durch, als sei ich eine leere Pfandflasche, fingert an seinem Kugelschreiber herum und schaut schließlich die Person neben mir fragend an. Diese fängt wiederum mitten in meinem Satz an zu reden, sagt umschweifend das Gleiche, was ich soeben sagte und wird mit verbalem Beifall von den anderen anwesenden Personen belohnt.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Mir gegenüber sitzt ein Mann. Neben mir sitzt ein Mann.</strong></span></p>
<p>Anstatt meinen Sitznachbarn mit einem freundlichen „Bei Gelegenheit erkläre ich dir sehr gerne noch einmal den Unterschied zwischen einem Punkt und einem Komma“ in die Schranken zu weisen, schweige ich und staune. Ist das grade wirklich passiert? Bin ich einfach inkompetenter, als ich immer dachte, oder bin ich soeben diskriminiert worden? Bin ich „emanzpfindlich“? Oder feinfühlig feministisch? Findet die Diskriminierung in meinem Kopf statt oder ist sie Realität?</p>
<p>Dachte sich der Kugelschreiberkollege wirklich, der Frau höre ich nicht zu, die kann eh nichts, weil sie einen höheren Östrogenspiegel und damit zwangsläufig weniger auf dem Kasten hat? Oder zweifelt er meine Fachkenntnisse an &#8211; völlig ungeachtet der Tatsache, dass ich neben viel Verantwortung auch einen Büstenhalter trage? Beschwere ich mich über den Umgang, bausche ich etwas auf oder spreche ich die schonungslose Wahrheit aus? So oder so würde meine Kritik vermutlich als latent hysterisch und vielleicht sogar als zickig abgestempelt werden. Doch wie oft wurde einem Mann wiederum attestiert, zickig zu sein, weil er sich darüber mokierte, nicht aussprechen zu dürfen? Vermutlich so häufig, wie einer Frau gesagt wird, wow, die hat aber wirklich Eierstöcke in der Hose.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Ohne es zu bemerken oder gar zu beabsichtigen, befindet man sich mitten in einer gesellschaftlichen Debatte rund um das Thema Feminismus und Emanzipation im 21. Jahrhundert.</span> </strong>Dabei gilt doch eigentlich „betroffen sind immer die anderen“. Einem selbst geht es gut, man selber wird doch nicht diskriminiert. Kein Grund wütend zu sein. Man macht es sich lieber in seiner Blase der Emanzipation gemütlich. Dinge hübsch einrichten können wir Frauen ja eh so gut.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2188" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2.jpg" alt="Frauen Feminismus Emanzipation Damen" width="501" height="503" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2.jpg 667w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2-230x231.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2-350x351.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-2-480x481.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>Blickt man oberflächlich auf unsere Gesellschaft, gibt es tatsächlich kaum einen Grund, an der Gleichberechtigung zu zweifeln. Frauen wählen, arbeiten und führen ein selbstbestimmtes Leben. Undenkbar ist es, die vergleichsweise jungen Errungenschaften der Moderne, wie das Wahlrecht für Frauen oder die Strafverfolgung von Vergewaltigung in der Ehe, anzuzweifeln. Wir werden sogar von einer Bundeskanzlerin und zahllosen Ministerinnen regiert. Oberflächlich betrachtet scheint alles in Ordnung zu sein. So wie ein guter BH eben einen Hängebusen quaschieren kann. Der Feminismus scheint nur noch nicht begriffen zu haben, dass er in Vorruhestand gehen – und in den Genuss der erhöhten Altersarmut für Frauen kommen darf. Ein bisschen feministischer Feinschliff, aber eigentlich ist das Werk der Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft vollbracht. Hier muss ja schließlich keine Frau ein Kopftuch tragen.</p>
<p>Ist das so? Sind mit den diskriminierenden Gesetzen die Mauern im Kopf plötzlich verschwunden? Oder gärt da eigentlich noch immer etwas unter der Oberfläche, was wir kaum greifen, belegen oder wahrhaben wollen? Tragen wir die Kopftücher im statt auf dem Kopf?</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Während Wahlen zur Hälfte von Frauen mitbestimmt und daher eine weibliche Staatschefin möglich gemacht wird, deutet sich am Beispiel der „freien“, geistig verschleierten Wirtschaft ein anderes Bild, ein ungleicheres Bild an.</span></strong> Frauen haben zwar die besseren Schul- und Uniabschlüsse, springen ehrgeizig und zunächst erfolgversprechend auf die Karriereleiter und erobern die ersten Sprossen. Doch was passiert dann? Dann scheint sich ihr Aufstieg peu a peu zu verlangsamen, und das, obwohl sie zwar seltener Kinder kriegen und sich immer öfter mit Männern die Erziehung und das bisschen Haushalt teilen. Doch Frauen beginnen alsbald an Grenzen zu stoßen. An unüberwindbare Grenzen, die man nur mit der Hilfe anderer überwinden kann. Während Männer unbeirrt emporklettern und sich von starken, eben fast ausschließlich männlichen Händen nach oben ziehen lassen, umarmen sich Frauen gegenseitig auf der mittleren Sprosse und zweifeln gemeinsam daran, ob sie das wirklich können und wollen. Dort oben wartet keine Frau, die sie in Vorstände oder Aufsichtsräte zieht. Männer hingegen fördern ihre eigenen, etwas jüngeren Duplikate und halten so ein System am Leben, in dem Menschen mit Gemächt mächtig sind und über Boni, Gehälter und Karriereschritte entscheiden. Sind Quoten, die in anderen Ländern eine undiskutierte Selbstverständlichkeit wie das Frauenwahlrecht sind, das Lösungsmittel für das testosteronverklebte Problem? Vielleicht. Vielleicht reduziert sich so der Anteil der Quotenmänner, die sicherlich nicht ausschließlich alle auf ihren Posten sind, weil sie die beste Besetzung für den Zirkus waren. Man möchte wirklich laut lachen, wenn dann von trotzigen Männern „so einer Quotenfrau“ vorgehalten wird, sie sei nur wegen ihres Geschlechts hier gelandet. Ja ne, ist klar, ihr wart immer der neutral einzig beste Kandidat für den Job.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2189" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-768x1024.jpg" alt="Frauen Feminismus Emanzipation Damen" width="500" height="667" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/10/Frauen-3.jpg 1076w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Doch gleichzeitig stellt sich die Frage, ob weniger Frauen in Führungspositionen sind, nur weil sie nicht sollen &#8211; oder weil sie vielleicht auch nicht wollen. Weil sie sich nicht wehren oder sich nicht etwas zutrauen wollen. Zum Unterbrechen gehört schließlich immer auch jemand, der sich unterbrechen lässt. Oder weil sie ihr Leben seltener einer 80-Stunden-Woche opfern und irgendjemandem etwas beweisen wollen. Selbst wenn einen jemand von oben zieht, klettern muss man schließlich immer noch selber.</p>
<p>Ich habe in der Situation nichts gesagt. Doch durch Schweigen lüften sich die wenigsten Kopftücher im Kopf und Konflikte im Leben. Eine bessere Reaktion wäre wohl gewesen zu sagen „Herzlich Willkommen in meinem Satz, liebes Männchen.“</p>
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		<title>#Digitaltanzformation &#8211; Offline-Besuch einer Online-Messe. </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2019 22:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was darf man von einer Fachmesse, die den Begriff &#8222;Rockstars&#8220; im Namen trägt, erwarten ? Richtig, viel Lärm. Um nichts. Welches wiederum ja die altbekannte Definition von Influencer Marketing an sich ist (siehe auch Was werde ich, wenn ich doof [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was darf man von einer Fachmesse, die den Begriff &#8222;Rockstars&#8220; im Namen trägt, erwarten ? Richtig, viel Lärm. Um nichts. Welches wiederum ja die altbekannte Definition von I<em>nfluencer Marketing</em> an sich ist (siehe auch <a href="http://schellenaffe.de/2017/10/23/was-werde-ich-wenn-ich-doof-bin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was werde ich, wenn ich doof bin?</a>). Und so begibt man sich als Besucher des „Online Marketing Rockstars“-Kongresses auf eine <em>Customer Journey</em>. Auf eine Reise, an deren Ende man sich eigentlich mit einer <em>blockchain</em> erhängen möchte. Oder man jemandem mit besonderes schwerem C<em>ontent</em> eine Platzwunde im <em>Upper Funnel</em> zufügen möchte. #youonlyliveonce und das nur kurz.</p>
<p>Der Messebesuch beginnt zunächst theoretisch mit dem Download einer App, mit der man sein ausgedrucktes Zutrittsticket scannen und auf seinem Handy hinterlegen kann. Es braucht einen Moment, um die <em>Uniqueness</em> dieses Arbeitsschrittes zu begreifen. „Schon drollig diese Onliner“ denkt sich der Analogbleiber und reicht der gelangweilten Wollmütze am Empfang die ausgedruckte Eintrittskarte. Ausgestattet mit einem Chip-Armband betritt man schließlich die Welt der endlosen 010001011-Kombinationen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1899" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-1024x1024.jpg" alt="OMR 2019 Hamburg Online Marketing Rockstars" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-03-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>So sieht das Internet also von innen aus. Bunt, überfüllt, stickig und es riecht nach Popcorn. Menschen stehen herum wie eine 1, sind aber eigentlich wohl eher eine 0. Sie sind in der Regel immerhin 1a bewaffnet. Mit einem Smartphone &#8211; in der Hand oder lässig geschultert an einem Schnürsenkel baumelnd. Die Menge der Smartschützen schaut konzentriert nach unten auf den Boden, als würden sie irgendetwas suchen. Das muss diese <em>Search Optimization </em>sein, von der gerne gesprochen wird. Man notiert sich gedanklich „Wasserpistole in Schuh einbauen“ als erfrischende Aufmunterungsidee für den nächsten Messebesuch und flaniert durch die &#8222;<em>Big Meuta&#8220;</em>. Man lauscht den Gesprächsfetzen und wähnt sich in Dengland. Die Dialoge, Werbetafeln und Broschüren sind gespickt mit <em>Buzzwords</em> wie <em>Buzzword</em>. Es geht um <em>Rehmarketing</em> und man denkt an Bambi. Um <em>Storytelling</em>, das einen an irgendwelchen <em>Touchpoints</em> konvertieren, penetrieren oder sonst wie frivol jucken soll. Um <em>Omnichannel</em> statt Omis und Chanel. In die <em>Customer Audience Segmentation Group </em>„alt“ fällt man ohnehin anscheinend bereits jenseits der 24. Man ist demnach bereits unwissentlich zum <em>Best Ager</em> avanciert, auch wenn man noch gar kein <em>Nest</em> produzieren konnte, dass nun <em>empty</em> wäre. Eine Erkenntnis, die eher wenige <em>Likes</em> provoziert und schwer zu vermagen ist.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1904" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-1024x1024.jpg" alt="OMR 2019 Hamburg Online Marketing Rockstars Vortrag Keynote Speach" width="504" height="504" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-08-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 504px) 100vw, 504px" /></p>
<p>Man drückt sich vorbei an mehreren <em>Gigabyte</em> Menschenvolumen, die sich vor allem dort zu bündeln scheinen, wo es Steckdosen gibt. Das WLAN ist wiederum überall verfügbar, aber überlastet. Die Organisatoren der Veranstaltung scheinen einen beruhigenden Hang zur Anarchie zu haben.</p>
<p>Beim <em>followen</em> einiger <em>tablets</em> mit analogen Sattmachern beginnt sich sodann eine Frage im Kopf zu formieren, die einmal gestellt den scheppernden Kopf nicht mehr loslassen möchte: woher kommt das Geld? Das Geld, um die Wollmützen, Messestände mit Schaukeln und Schnittchen zu finanzieren? Die Gehälter auf den Konten und die Schnürsenkel an den Diensthandys? Wie werden aus 010001011-Kombinationen 1-mit-vielen-0-Reihenfolgen? Womit verdienen die hier eigentlich ihr Geld? Steht OMR etwa für &#8222;Ohne Mühe Reich&#8220;?</p>
<p>Anscheinend verdient man echtes Geld mit <em>Online Mobile Digital</em>, ja mit was eigentlich? Doch die Antwort ist sehr einfach und greifbar. Man verdient sein Geld mit einem eigentlich als Nebenprodukt getarnten Teil des Rahmenprogramms: mit Vorträgen. Mit Referaten darüber, wie man mit <em>Online Mobile Digital</em> Geld verdient. Oder eben <em>Bitcoins</em> verdingst. Die Qualifikation der Redner besteht darin eine maximale Anzahl an englischen B<em>uzzwords</em> in einen deutschen Satz zu verbauen. Die Zuhörer sind gefesselt (siehe Abbildung), entweder weil sich in ihren Handykordeln verheddert haben oder sich gebannt fragen, wird das noch ein deutscher Satz? Oder not?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1907" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-1024x1024.jpg" alt="OMR 2019 Hamburg Online Marketing Rockstars Masterclass" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-11-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p>Technisches Verständnis ist für einen erfolgreichen Vortrag unwesentlich. Alle passenden Textbausteine für eine auf die <em>audience</em> <em>getargetete presentation</em> zum Thema <em>Online Marketing</em> finden sich im Übrigen in diesem Text. Und so startet man den Präsentationslaptop neu, pustet in sein Mikrophon, stellt als lehrreiches B<em>est Practise</em> Beispiel aus der Praxis einen <em>Showcase</em> der evangelischen Kirche vor (#was1lebennachdemtod) und unterlegt seine Präsentation mit <a href="https://genius.com/Die-toten-hosen-kauf-mich-lyrics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Kauf mich“</a> von den Toten Hosen. Um die Skurrilität seines Tuns und GEMA-Gebühren muss man sich nicht scheren.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1901" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-1022x1024.jpg" alt="OMR 2019 Hamburg Online Marketing Rockstars Vortrag Masterclass" width="502" height="503" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-1022x1024.jpg 1022w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-768x769.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-830x831.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-350x351.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-05-480x481.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p>Der Heilige Prahl ist es schlussendlich <em>Keynote Speaker</em> zu sein. Als <em>Keynote Speaker</em> ist man Hauptredner unter den Marktschreiern. Man wird dies indem man einmal im Silicon Valley war, sei es zur Durchreise, und bei einer Internet-Konzernzentrale auf Toilette gegangen ist. Der Zuhörer verspürt wiederum irgendwann nur noch eine <em>note</em>. Und zwar das dringende Bedürfnis sich zu verscrollen und über eine einsame Blumenwiese zu laufen.</p>
<p>Auf dem Weg zum <em>Exit</em> seiner <em>Customer Journey</em> läuft man sodann an schaukelnden Hipstern vorbei, die anscheinend einmal eine wahnsinnig realistische <em>3D experience</em> erleben wollten (#affenschaukel), und fragt sich, wer wollte einen hier eigentlich verschaukeln.</p>
<p>Das Internet ist jedenfalls noch immer Neuland für uns &#8211; fast &#8211; alle.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1900" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-1024x1024.jpg" alt="OMR 2019 Hamburg Online Marketing Rockstars Schaukel" width="499" height="499" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/OMR-04-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 499px) 100vw, 499px" /></p>
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		<title>Ausgewischt &#8211; der Schellenaffe stellt sich ein.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2019 22:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles &#8211; außer der Brexit &#8211; hat ein Ende. Auch diese knackige Blogwurst hat mindestens eins. Was sich andeutete, wird hiermit nun zur Gewissheit. Es hat sich ausgescheppert. Der Schellenaffe bricht auf zu neuen Ufern, neuen Herausforderungen, neuen Geschäftsfeldern, aber [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alles &#8211; außer der Brexit &#8211; hat ein Ende. Auch diese knackige Blogwurst hat mindestens eins. Was sich andeutete, wird hiermit nun zur Gewissheit. Es hat sich ausgescheppert. Der Schellenaffe bricht auf zu neuen Ufern, neuen Herausforderungen, neuen Geschäftsfeldern, aber vor allem zu neuer Geschäftslosigkeit. Er möchte seine Sonntage eben auch mal damit verbringen illegalerweise sein Altglas zu entsorgen, einen prägenden Eindruck auf Polstermöbeln zu hinterlassen oder schlecht geparkten Autos Fettgebäcke hinter die Scheibenwischer zu klemmen. Er möchte Zeit haben um Elbisch zu lernen, ein Brexitabkommen zu erarbeiten oder Hochzeitsreden zu schreiben. Die ersten Anfragen ereilen ihn ja sogar bereits. Vielleicht schreibt er den Brexit-Plan ja sogar auf Elbisch im Stile einer Hochzeitsrede. „<em>Melin nosse ar meldo, </em>wir haben uns heute hier versammelt, um die Theresa und den EUgen zu entmählen. Dies ist ein besonderer Tag für uns alle, werden wir doch Zeuge der rechtsgültigen Schließung eines besonderen Bündnisses. Gebaut auf Liebe und einem Steuersystem, das abschreckender ist als Resis Tanzeinlagen…“. Für all dies braucht der Schellenaffe Zeit. Daher macht er mehr oder weniger unkontrolliert Schluss – mit dem Scheppern, dem Schreiben und Montagen im Allgemeinen. Der <em>Schellexit</em> erfolgt heute an diesem denkwürdigen Tag. Ein letzter Gruss in die Zukunft daher auf Elbisch:</p>
<p><em>Gwirith. Gwirith.</em></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1842" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-1024x846.jpg" alt="Aprilscherz Exit Ausgang Brexit Notausgang" width="499" height="412" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-1024x846.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-300x248.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-768x635.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-830x686.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-230x190.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-350x289.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2-480x397.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Scherz-2.jpg 1286w" sizes="(max-width: 499px) 100vw, 499px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Eins ausgewischt &#8211; der Schellenaffe stellt sich ein auf neue Geschichten, Geisteswitze und scheppernde Gedanken.</strong></span></p>
<p>Nichts, wirklich gar nichts hat ein Ende, wie man am Brexit erkennen kann.  Auch nicht diese vollmundige Blogwurst. Was sich antäuschte, wird hiermit nun zur <em>Gewissweiterhalt</em>. Es hat sich noch lange nicht ausgescheppert. Und so bricht der Schellenaffe geradezu uferlos mit seinem Vorsatz, keine Aprilscherze mehr zu machen. Dabei sind Aprilscherze in der Regel so originell, wie Hochzeitsreden, EU-Gesetze oder Menschen, die Elbisch lernen. Oder eben Montage. Daher haben wir uns heute hier versammelt, um eine Zeitungsente an einem ansonsten komplett ereignislosen Montag zu lesen. Oder nein eine <em>Blogente</em>. Noch besser. Das klingt mehr nach einem leckeren italienischen Pastagericht oder wie die kürzeste Seite eines gleichschenkligen Billionenecks. Doch bevor der Irrsinn hier nun weiter ausufert, ist besser kontrolliert Schluss. Für heute. Der lächerliche Notausgang, auch bekannt als <em>Scherzexit, </em>befindet sich auf den mit einem kleinen &#8222;X&#8220; markierten Schaltflächen in den oberen Ecken.  Ansonsten gilt weiterhin: der Schellenaffe lässt ihre Montage nicht unbeaufsichtigt. Kein Witz.</p>
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