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	<title>Unfug Archive - Schellenaffe</title>
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	<description>Scheppern im Kopf. </description>
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		<title>Das große Scheppern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2022 23:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute spannen wir mal den ganz großen Bogen – mit dem Vorsatz, ihn völlig zu überdehnen. Denn so ganz verallgemeinernd trifft die Beschreibung „ausgeleiert“ auf erstaunlich viel zu. In dieser letzten Zeit, von der man zu glauben beginnt, sie sei wirklich die allerletzte. Wenn Kartoffelbrei auf van Gogh trifft, dann ist die Menschheit nun wirklich nicht mehr zu retten. Oder war es Tomatensuppe? Egal, ausgelöffelt und püriert ist beides. Insbesondere der Planet, auf dem übrigens van Gogh Gemälde hinter sicheren Glasscheiben an die Wand gedübelt wurden. Das 1,5-Grad-Ziel ist nicht zu erreichen, auch wenn wir die Heizung um zwei Grad herunter drehen und klimaneutrales Katzenfutter kaufen, das den Regenwald schützt, indem es Zertifikate erwirbt, die auf Papier aus Tropenholz gedruckt wurden. Denn das mit der Neutralität kauft man eh niemandem ab. Außer den Schweizern. Die machen, völlig neutral betrachtet, ohnehin alles irgendwie besser. Schokolade, Käse und Meinungslosigkeit. Von alle dem können sich die Briten einige Scheiben abschneiden. Denn sie scheinen sich – wahllos &#8211; ihrem eigenen Humor hinzugeben. Anders ist das Narrenspiel nicht mehr zu erklären. An der Downing Street kann es dem Vernehmen nach nur noch bergab gehen. Bei der Anschrift sollte das nun wirklich niemanden überraschen. Da hilft nur der Blick ins Innere &#8211; des eigenen Kühlschranks zum Beispiel – und hin zu der Frage, was wir eigentlich essen, wenn keiner hinschaut. Wer behauptet, er beiße auch in unbeobachteten Momenten beherzt in den Sellerie, der möge sich um den Posten des Britischen Premiers bemühen. Bei so viel Ruchlosigkeit stehen die Chancen gut. Näher an der Wahrheit wohnt, wer Erdnussbutter mit den Fingern aus dem Glas löffelt. Oder wer Knuspermüsli ohne Flüssigmittel in solchen Mengen isst, dass sich eine Schuppenschicht aus Krümeln auf den Schultern bildet. Die anderen beißen nackt vor der offenen Kühlschranktür stehend beherzt in Ekelwurst, von der man nie weiß, ob sie Katzenfutter in Därmen oder eine Ausgeburt der Downing Street sind. Manch einer gönnt sich hingegen direkt eine mehrgängige Saftkur aus Oliven-, Wurst- und Ananaswasser. Trübe Wasser sind eben tief, weil man den Grund hierfür nie erkennt. Aber um die Klimakatastrophe abzuwenden, dürfen eben keine Ressourcen mehr verschwendet werden. Selbst Wurstwasser. Vielleicht ist deswegen zu erklären, warum wir uns immer wieder zumüllen. Nichts darf weggeschmissen werden. Und so startet man im Rhythmus des Mondkalenders eine Aufräumaktion nach der anderen und wundert sich, wo der ganze Krempel eigentlich immer wieder herkommt. Die eigene Familie gegebenenfalls eingeschlossen. Die Feiertage nähern sich schließlich, was daran zu erkennen ist, dass der Lebkuchen sein Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht hat und sich niemand mehr über die ach so aufdringlichen Weihnachtswaren aufregt. Die eigene Haltbarkeit hingegeben beginnt man derweil ebenfalls zu hinterfragen. Ist das jetzt jeden Morgen so? Als junger Mensch blickte man abgehoben und siegessicher auf das Leben, das vor einem lag und war fest davon überzeugt, sich dem ewig gleichen Rhythmus der menschlichen Mühsalen gewiss entziehen zu können. Man wird in seiner Jugend keine Dinge tun, die einem später unerklärlich erscheinen. Man wird nicht zum Start seines Berufslebens den falschen Vorstellungen hinterherrennen. Mit Mitte dreißig wird man nicht den wackeligen, faltendurchzogenen Jenga-Turm des eigenen Daseins anstarren und sich fragen, ob es wirklich das war, was man erbauen wollte. Man wird nicht am Vorabend seines 40. Geburtstags weinend seinen letzten Pickel ausdrücken, um am nächsten Tag zu betonen, wie gerne man seine Jugend hinter sich lässt, weil das ja alles so anstrengend war bis hierher. Man wird nicht bei irgendetwas mit 50 feststellen, dass einen nur noch ein adrenalinreiches Hobby von der beigen Rentneruniform trennt. Und wenn man alt ist, wird man nicht die Haut, Gehgeschwindigkeit und Mundflora einer Schildkröte haben. Gewiss, nur alle anderen Teile der Menschheit werden all diese Entwicklungsschritte eines Lebens durchlaufen. Man selbst wird niemals erwachsen werden. Das können die machen, die sich reif dafür fühlen, reif zu sein. Bis dahin spannt man eben weiterhin den ganz großen Bogen. Ist selbiger dann doch irgendwann überspannt, hauts einem &#8211; wie der neutral erboste Schweizer zu sagen pflegt &#8211; den Schnuller raus.  Während normalen Menschen also ganze Kragen durch zu stark pulsierende  Halsschlagadern platzen, verlieren die Bewohner eines kleinen Alpenvolkes in heller Aufregung ihren kleinkindlichen Noise Cancelling Aufsatz. Irgendwie beruhigt einen diese Vorstellung. Wer nun bei all der Schepperei beunruhigt denkt „Das ist ja überfordernder als die Abendnachrichten. Da sollte mal jemand eine Pause machen“, dem sei gesagt: wenn die tägliche Nachrichtenflut hiernach wie ein Einschlaflied klingt, hat der Schellenaffe sein Ziel erreicht. Er macht nun wirklich eine Programmunterbrechung. Denn wie heißt es so schön: man soll eine Pause machen, wenn es am schönsten ist. Der Dank gilt an dieser Stelle meinem heimlichen Kommatherapeuten, all den wundervollen Texterweiterungen durch Trippel B und Michael – all den vielen, langjährigen Lesern. Es war mir eine scheppernde Freude.</p>
<p>Der Schellenaffe kommt wieder, keine Frage.</p>
<p>Nur wann, das bleibt vage.</p>
<p>Und mit diesem beschepperten Versuch eines Reimes macht der Affe uns allen nach über fünf Jahren und 208 Beiträgen den Abschied auf Zeit einfacher.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2937" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-1024x1024.jpg" alt="Schellenaffee Affe mit Schellen Scheppern" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-920x920.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG-6904-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
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		<title>Hyper bis fröhlich </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2022 22:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn die Gegenwart noch so <em>hardcore</em> erscheint, sind wir als Menschheit ja stets darum bemüht, den kleinen Strohhalm der Hoffnung zu suchen. Irgendwas Gutes wird sich schon unter all der Gülle ausgraben lassen, wenn man nur lang und tief genug darin wühlt. Die elende Regenjacke, die auf den Unterarmen klebt, wie Boris Johnson an der Macht, hat man seit Weihnachten nicht mehr gebraucht. Johnson selbst ist endlich Statist. Und die ganzen Brennpunkte zum Tode einer 96-jährigen Frau, die den Ruhestand nicht mehr erleben durfte, erlösen einen wenigstens von den Sondersendungen voller explodierender Preise und Städten. Selbst die Pandemie, dieses quengelige Einzelkind mit zu hohem Geltungsbedürfnis, hatte etwas Gutes. Sie befreite einen nicht nur von Hosenbünden und Körperpflege, sondern auch von Terminen und Verpflichtungen der abkömmlichen Art. Man bekam sogar sein Geld erstattet, könnte es besser werden? Endlich hatte man <em>die</em> Ausrede, um sich in Embryonalstellung auf der Couch liegend von Menschen zu entwöhnen. Dachte man. Doch diesen Sommer, ausgerechnet diesen Sommer, wurde man dieser Ausrede beraubt: denn niemand wird mehr durch Fernbleiben geschützt. Außer die eigene Person. Vor lästiger Gesellschaft.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>So geschah es also, dass ausgerechnet jenes Konzert, für das man vor drei Jahren in einem Moment geistiger Verwirrung eine Zutrittserlaubnis erwarb, stattfinden sollte.</strong> </span>Drei Jahre voller Hoffnung, in der andere Menschen einen Bachelorabschluss machen oder dick und wieder dünn geworden sind, waren zerstört. Man tröstete sich mit dem Gedanken, dass man durch die Inflation die Karten zu einem echten Frühbuchertarif erworben hat. Für den Preis bekäme man heute nicht mal mehr einen <em>fish</em>, egal wie laut man danach fragt. Nein, es war also an der Zeit, den Folgen einer vor drei Jahren durchzechten Nacht ins Auge zu schauen und den ungewollten Kauf, der auf den Namen „Scooter“ hört, in die Arme zu schließen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2928" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-1024x1024.jpg" alt="" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-920x920.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/IMG-6021-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>Der konzertante Festakt beginnt mit der Erkenntnis, dass Warnwesten selbst auf einem Scooter-Konzert verboten sind. Dieses Privileg ist den Ordnungskräften vorbehalten. Früher, also vor drei Jahren, wäre das bestimmt anders gewesen. Aber heute herrscht ja bekanntlich überall Ordnung und Unterwerfung im Land der Echsenmenschen!!1! So gibt man schließlich seine Warnweste beim Gepäckstand ab – man muss sein Geld ja zusammenhalten – und fügt sich ein in die unalamierende Menge.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Der Weg zur Bühne führt vorbei an Männern mit Blasenschwäche.</strong> </span>Man sehnt sich einige Packungen <em>Prostagutt Forte</em> herbei und nimmt sich vor, nichts auf dem Konzertgelände anzufassen. Hände schüttelt man ja ohnehin schon länger nicht mehr. Auf den Schreck, der einem angesichts der Bierpreise durch Mark und Bein jagt, bestellt man erst einmal ein Bier. Man lacht über den eigenen Wortwitz „Hyperinflation“ und blendet die akustischen Warnsignale der Vor-„Band“ aus, die aus einem „Flippern-den“ Schützenfest-DJ besteht.  Zeit, den Blick schweifen zu lassen. War man in der Erwartung angereist, so sehr aufzufallen, wie Olivia Jones bei einem AfD-Parteitag, wundert man sich über die Menge, die sich in normalbürgerlicher Vorfreude an einen schmiegt: völlig unauffällige Menschen. Keine trillernden Pfeifen, keine Junggesellenabschiede, keine blondierten Haare, kein einziges Tattoo auf dem Steißbein. Prompt hegt man die Hoffnung, dass Scooter eben auch nicht mehr das ist, was es einmal war.</p>
<p>Doch dann erklingt der erste Ton. Und Scooter ist noch immer das, was es einmal war. Dieser eine Bass und etwas Geschrei. Man mische etwas Pyrotechnik und Tänzerinnen, denen nicht nur die Warnwesten vom Leib gerissen wurden, dazu und eineinhalb Stunden Scooter Konzert sind im Wesentlichen zusammengefasst. Allen denen, das jetzt zu schnell ging: seid froh.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2926" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-1024x806.jpg" alt="" width="500" height="394" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-1024x806.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-300x236.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-768x605.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-920x724.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-230x181.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-350x276.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c-480x378.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/09/9cffaddb-7f34-4816-afb3-08f9500bbc9c.jpg 1142w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Ein dröhender Klassiker und solche, die man nicht von ihnen unterscheiden kann, reicht sich an den nächsten.</span></strong> <em>Always hardcore</em> begeistert ist die Menge, die sich wohlig alkoholisiert aneinander drückt. Vom ersten Moment, da irgendjemand den Startknopf auf dem CD-Player gedrückt hat und drei mehr oder weniger vorteilhaft gealterte Herren auf der Bühne rumhüpfen und so tun, als würden sie Musik machen, johlen die Massen. Nur dem nüchternen Ohr fällt auf, dass manches Lied doppelt gespielt wurde. Aber so genau vermag man das musikalische Angebot ohnehin nicht zu unterscheiden. Wer kann schon einen Kipplader von einem LKW unterscheiden. Dies weiß auch der Veranstalter, weswegen er einzelne Wörter, was im Falle von Scooter gerne ganzen Liedtexten gleicht, als Mitsinghilfe auf die Bühnenrückwand projiziert. Für alle, die sich dennoch fragen, ob sie nicht doch bei Ed Sheran gelandet sind, wird der Bandname ebenfalls immer wieder dezent angebeamt. Gebeamt fühlt man sich derweil selbst. In eine andere Zeit: allen Energiekrisen und Dürresommern zum Trotz brennt die Bühne in einem permanenten Landregen aus Feuer. Alle Sexismusdebatten scheinen an den entblößten Frauengesäßen vorbeizugehen. Und jeden Bezug zum eigenen Alter verlierend zollt die Menge „respect to the man in the ice-cream van“. Und so ist man dann beinahe enttäuscht, dass die CD und damit die Zeitreise irgendwann ihr jähes Ende finden und sich H.P. Baxxter mit einem Gruß an seine Mutti von der Bühne verabschiedet. Zurück in der Zukunft macht man sich <em>hyper</em> bis fröhlich mit seinem Tinitus auf den Heimweg und stellt fest, dass doch nicht alles schlecht war. Damals in den Neunzigern. Damals auf dem Scooter-Konzert.</p>
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		<title>Leerstellen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jul 2022 22:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wären sie nicht so klein und niedlich, wären sie längst sauer. Aber sie wissen, dass die zwischen flauschigem Fell pulsierenden Zornesfalten und die geballten Pfötchen eh niemand als das wahrnehmen würde, was sie sind: Ausdruck alleszernagender Empörung. Vielmehr werden sie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wären sie nicht so klein und niedlich, wären sie längst sauer. Aber sie wissen, dass die zwischen flauschigem Fell pulsierenden Zornesfalten und die geballten Pfötchen eh niemand als das wahrnehmen würde, was sie sind: Ausdruck alleszernagender Empörung. Vielmehr werden sie ja noch putziger, je mehr sie sich um ein zornzerfressenes Äußeres bemühen. Verdammt sei das Kindchenschema. Stattdessen schlucken sie die Wut mit ein paar der trockenen Halme, an denen sie sich noch festklammern, herunter und verkriechen sich unter einem selbstgebauten Loft in letzter Lage.</p>
<p>Protest kann man sich sparen als flauschige Goldhamster. Dabei hätten sie allen Grund wütend zu sein. Mit aufgeplusterten Backen müssen sie tatenlos dabei zusehen, wie die Menschheit immer dann, wenn man denkt „Ok, das ist jetzt der Tiefstand, dümmer geht nicht mehr &#8211; darunter wüsste man ja nicht mal einen Hamster von einer Flasche Sonneblumenöl zu unterscheiden!“, das Gegenteil zu beweisen vermag. Und diese Unterbietung an Genialität wird sodann zu einem Verb der eigenen Gattung: hamstern.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Der Mensch jagt Dinge, die er sammeln kann – aber nicht braucht.</strong> </span>Er hortet Klopapier, falls die Diät aus Sonnenblumenöl-Senf-Vinaigrette dann doch irgendwann auf den Magen schlagen sollte. Er kauft Klimaanlagen und Heizstrahler im Doppelpack, um gegen die Folgen von zu vielen Klimaanlagen, Heizstrahlern und klimatisierten Fahrten zum Elektronikfachgeschäft anzutemperieren. Brennholz türmt sich auf zu einer dritten Außenwand, rund um den Vorrat an Mehl, den man bereits zur Ummauerung der eigenen Blödheit hochgestapelt hat. Irgendwo sitzt genau jetzt ein Repräsentant der Krönung der Schöpfung und sammelt seine Dünste in Muttis Tupperdose und nennt das Gasterminal. Verstand war schon immer Mangelware, aber jetzt wird auch alles andere knapp. Besser man sammelt, was man kriegen kann. Und was wurde eigentlich aus all der Hefe? Hat die noch jemand im Blick? Nicht, dass da ein ganz eigener Planet aufquillt.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Der Hamster hat allen Grund wütend zu sein.</span></strong> Wir würden auch nicht freudig mit dem Schwanz wedeln, wenn Hunde das Wälzen in verwesendem Kot „Menschenbad“ nennen würden. Obwohl, wer weiß. Vielleicht tun sie es längst. Nein, der größte Idiot auf dem Feld ist kein Hamster. Der haut sich die knuffigen Wangen nur mit dem voll, was er braucht und schlucken kann. Sollen sie doch das raffgierige Eichhörnchen nehmen oder die diebische Elster. Warum der arme Hamster, der keinem Kohlebrikett zu Leibe will? Zum einen mag es daran liegen, dass Hamster und Hamsterer eines gemein haben: man sieht sie nie. Keiner gibt es zu, ein medial gesteuerter, präapokalyptischer Vorratsspeicher zu sein, und doch gibt es immer zur Genüge von ihnen. Irgendwas ist in letzter Zeit immer alle, weil irgendjemand gesagt hat, es könnte bald alle sein. Vielleicht sitzt auch irgendwo eine drollige Runde Hamster-Hater beisammen und denkt sich jede Woche neue Dinge aus, bei denen es tierisch blöd wäre, zu viel zu haben. Waschmaschinen, Sand oder Kahlstelle auf dem Kopf zum Beispiel. Ihr Newsticker heißt wohl die Alle-alle-Leier. Der Gag mit dem Co2, den sie damals in Umlauf gebracht haben, ging wohl nach hinten los. Davon können wir einfach nicht genug haben.</p>
<p>Doch der eigentliche Grund, warum wir vom Hamstern sprechen, wenn wir Dinge wie Honks horten, liegt nicht auf dem Felde. Hamstern tut man nicht, wenn man sich die Backen voll haut. Hamstern tut man, indem man am Rad dreht. Und zwar gewaltig.</p>
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		<title>Kurzer Prozess.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2021 23:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ASAP. Wer kennt es nicht. Was klingt wie ein besonders ätzender Fliesenreiniger („Wisch den Kalk ab, mit Asap!“), ist eine besonders reizvolle Datumsangabe: as soon as possible. Wer sich hierbei im plüschigen, zärtlichen Lehrplan einer Waldorfschule wähnt und sich erst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>ASAP. Wer kennt es nicht. Was klingt wie ein besonders ätzender Fliesenreiniger („Wisch den Kalk ab, mit Asap!“), ist eine besonders reizvolle Datumsangabe: as soon as possible. Wer sich hierbei im plüschigen, zärtlichen Lehrplan einer Waldorfschule wähnt und sich erst mal eine Tasse Glückstee aufbrüht, wird ASAP heiß erwischt werden. Spätestens wenn über Telefonteamszoomail minütlich nach dem Arbeitsstand gefragt wird, merkt man, dass mit „heeey duuu, mach sobald du kannst“ eigentlich der Wunsch nach dem Antritt einer Zeitreise gemeint ist. Einer Reise ins Gestern. Wer wiederum versucht in der Vergangenheit Aufgaben zu erledigen, die ihm im Heute gestellt wurden, dem fehlt es grundsätzlich an einem guten Gefühl für Raum und Zeit. Vielleicht ist dadurch der Hang zur Verkürzung zu erklären, der in der Welt der nicht manuellen, sprich weniger handfesten Berufe seit geraumer Zeit Einzug hält. „FYI &#8211; wann die PPT mit dem BP done sein muss ist noch TBD, aber spätestens EOB. Wenn du sie verschickst, nimm mich in CC und schicke das RSVP PLS direkt mit.“ Was TBD wirklich bedeutet, muss erst noch decided werden. Oder discussed. Oder Dudelsack. Aber wer weiß das schon. Denn Zeit, um die Bedeutung von Abkürzungen zu recherchieren hat am Ende eh höchstens der Schülerpraktikant, dessen wichtigstes &#8222;priority project&#8220; jedoch das Aufräumen der firmeneigenen Asservatenkammer ist. Und zwar ASAP, aber spätestens bevor die Klassenlehrerin zu Besuch kommt, um sich nach dem Befinden des Sohnes des Golffreundes des Geschäftsführers zu erkunden. Nein, wer Zeit hat, der hat bald noch mehr Zeit, weil er keinen Job mehr hat. Und so hat wirklich niemand Zeit für ineffizientes Geplänkel, also das Sprechen in ganzen Sätzen und vollständigen Wörtern, in diesen auf absolute Höchstleistung getrimmten Vordenkermaschinen der modernen Wirtschaft. Nein. Hier geht es schließlich 24/7 darum, die Welt mit einem App-basierten, KI-gesteuerten, vollautomatisierten, purpose-fundierten, digitalen Kantinenspeiseplan und mit Hilfe eines in Firmenfarben laminierten Fahrradkuriers zu retten. Oder es geht eben darum, Unternehmen zu beraten, die an der Entwicklung App-basierter, KI-gesteuerter, vollautomatisierter, purpose-fundierter, digitaler Kantinenspeisepläne arbeiten und irgendwie ein Problem mit ihrer Firmenfarbe und/oder ihrem Fahrradkurier haben. Oder es geht um irgendwas mit Social Media.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Um all diese Herausforderungen gleichzeitig und natürlich ASAP zu lösen,, bedarf es geölter Arbeitsabläufe, zu deren Steuerung man geölte Arbeitsabläufe braucht.</strong></span> Die Prozesse zur Steuerung der Prozesse dokumentiert man folgerichtig in einer Prozess-Matrix. Die Matrix dient dazu einem jeden Mitarbeitenden regelmäßig die Möglichkeit zu bieten, aus der zweidimensionalen Bildschirmwelt aufzutauchen (bis Marc Zuckerberg das mit dem 3D-Meta-Keiner-versteht-was-er-meint geregelt hat). Jede Abteilung dokumentiert und prozessiert ihre eigenen Abläufe. Hierbei wird kleinlichst darauf geachtet, dass keine andere Abteilung oder Firmensoftware eine Ahnung davon bekommt, was in jener Abteilung getan wird. Wo kämen wir da hin – außer weiter?! Das nur durch akribische Detailarbeit zu erzielende Ergebnis dieser Bemühungen nennt sich schlussendlich „Matrixenlager“. Um die Undurchsichtigkeit eines jeden Unternehmensbereiches darüber hinaus sicherzustellen, werden diese vierteljährlich umbenannt und um eines der folgenden Worte in willkürlicher Aneinanderreihung ergänzt: Digital, Innovation, Strategic, EMEA und/oder Gurkensalat. Der mit einem Blaumann (Mann mit blauem Anzug) bestückte unterqualifizierte, überbezahlte Posten des Vorturners ist ein „Head off“, also eine eher kopflos wirkende Gestalt mittelstarker Zumutung und Alterung. Er dient primär der allgemeinen Verwirrung.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Ebenjener Chefgestalt stellt man in der Regel Termine ein (während man sich eigentlich gerne selber einen einstellen würde, vorzugsweise einen GT), um mit ihr zu sprechen.</span></strong> Einfach anrufen ist keine Option. Auch dann nicht, wenn der Blaumann blau macht und nicht zum eingestellten Termin erscheint. Es folgt der Follow-Up-Termin, bei dem besprochen wird, wann es zeitlich passen würde um zu sprechen. Einfach so angerufen werden lediglich Menschen, denen man eine E-Mail schicken wird, um deren Versand verbal zu begleiten („Ich hab dir grad was geschickt. Hast du dir das schon angeschaut?“). Diese zweidimensionale Form der Kommunikation wurde nun bereichert um eine dritte Dimension, die beides in sich vereint: schriftliches Gelaber in Form eines Chats. Chats haben sich seit ihrer Erfindung in den späten Neunzigern nur unwesentlich verändert. Sie dienen weiterhin dem spätpubertären Austausch fragwürdiger Wortreihungen und Bildchen. Neuerdings bewegen die Bilder nicht nur den Hormonspiegel, sondern auch sich selbst. Also die Bildchen. Das nennt sich Gif und wirkt besonders giffig. Gifs sind nicht zu verwechseln mit der sehr artgleich erscheinenden Funktion der „Video-Telefonie“. Hier wiederholt sich zwar auch sehr viel, aber Tierbabys spielen nur eine untergeordnete Rolle, indem sie unter dem Tisch des Gegenübers das WLAN-Kabel (ha ha) anfressen.</p>
<p>Während man nun damit beschäftigt ist, das passende Gif zum Thema „Katzenbaby weihnachtlich“ und im Home Office den Kantinenspeiseplan herauszusuchen, macht die Spendenorganisation, die einem zu jedem Monatsende eine Zuwendung zukommen lässt, tatsächlich so etwas wie „Umsatz“. Schock, große Not! Wie konnte das passieren? Diese eigenwilligen „Kunden“ sind schuld hieran. Dabei wollte man genau das doch tunlichst vermeiden. Damit sich dergleichen nicht wiederholt, gibt es prompt neue Prozesse, Firmenfarben, Beförderungen – und das wichtigste: eine Projektgruppe, die sich „Future United Change Kickoff“ nennt und sich vorrangig damit beschäftigt, eine passende Projektsoftware zu finden, um damit das Projekt zu steuern, das sich der Steuerung von Projekten annehmen soll. Die Software „Projekt unification hub“ steht ganz oben im Kurs.</p>
<p>Wer jetzt nur denkt „Puh, Fuck“ ist nicht nur in der digitalen Arbeitswelt angekommen, sondern auch in der Realität. Oder gehen wir etwa die heutigen, globalen Herausforderungen wesentlich anders an? Denn egal ob auf der Erde oder auf dem Bürostuhl: wir drehen uns gerne im Kreis.</p>
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		<title>Kinder, Kinder.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 May 2021 22:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Er will. Er will. Er will. Jeden Abend. Das gleiche Drama. Er will mit seinem Lego spielen. Anstatt ins Bett zu gehen, aufzuräumen oder seine Steuererklärung zu machen. Der erwachsene Mann will einfach jeden Abend Zeit mit bunt eingefärbten Klötzen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Er will. Er will. Er will. Jeden Abend. Das gleiche Drama. Er will mit seinem Lego spielen. Anstatt ins Bett zu gehen, aufzuräumen oder seine Steuererklärung zu machen. Der erwachsene Mann will einfach jeden Abend Zeit mit bunt eingefärbten Klötzen aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat verbringen und Dinge bauen, von denen er sonst vielleicht nur träumt. Ein Porsche, ein Haus oder eben ein Imperial TIE Fighter<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />. Er ist nicht alleine mit dieser Sehnsucht. Während Frauen die Pandemie dazu nutzen, selbstgestrickten Mundschutz zu fermentieren, spielen Männer mit Legosteinen. Und während sie den Krieg der Sterne auf dem Küchentisch nachspielen, fragt man sich, ob der Mensch jemals erwachsen wird?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2768" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1.jpg" alt="" width="499" height="499" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1.jpg 720w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-1-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 499px) 100vw, 499px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Als Kind ging man stets davon aus, dass man ab einem bestimmten Alter erwachsen sei.</span> </strong>Schließlich waren ja alle Menschen eines gewissen Alters erwachsen. Sehr erwachsen sogar. So mit ernstem Gesichtsausdruck, Girokontokarte und Angst vorm Klettern. Erwachsen werden die Alten. Doch dann saß man in der Univorlesung und schrieb sich noch immer Zettelchen mit seinen Freunden. Oder ging mit Anfang dreißig nachts schaukeln. Und fragte sich: wann werde ich eigentlich erwachsen? Werde ich überhaupt jemals erwachsen?</p>
<p>Wenn man Bilder von sich aus der Kindheit sieht, fühlt man sich eigenartig distanziert zu der kleinen Person, die da auf dem Bild Pony reitet, Drachen steigen lässt oder Legostädte baut. Man wundert sich über das runde Gesicht, das einen entfernt an irgendwen erinnert. Doch gleichzeitig fühlt man sich sonderbar nah zu der Freude, die man damals spürte und den Gedanken, die durch den schlecht frisierten Kopf pusteten. Äußerlich verändert man sich ständig und unaufhaltsam. Innerlich tut sich hingegen erschreckend wenig. Es gibt keinen Bruch der Gedanken, wie es eine Lücke zwischen zwei Momentaufnahmen gibt. Die Gedanken von damals sind Teil des Schepperns von heute. Nicht mehr ganz so schrill. Doch der Klang ist der gleiche. Die Furcht vor dem alten Schuldirektor spürt man noch genauso wie die Aufregung vor der ersten Fahrstunde. Ist und bleibt man am Ende ein faltiges, grauhaariges Kind mit Dispokredit und Zahnzusatzversicherung?</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Der äußere Verfall führt mittlerweile dazu, dass man auf offener Straße gesiezt wird oder der offensichtlich älteste Mensch in einem Raum ist.</span> </strong>Doch unweigerlich schaut man sich suchend um – nach einem Erwachsenen, der hier ein Auge auf alles haben sollte. Dabei führt man gemeinsam mit den Menschen, mit denen man früher Kind war, heute das, von dem man damals dachte es sei das Leben von Erwachsenen. Man unterhält sich über Klemmmarkisen, Kinderbetreuung und Anlagestrategien. Man besitzt einen Christbaumständer. Doch manchmal lacht man laut auf (vor allem wenn jemand Ständer sagt) und wundert sich gemeinsam darüber, wie man so sang- und klanglos in dieses Leben eines Erwachsenen rutschen konnte. Erwachsen waren und sind schließlich immer die anderen. Man redet zwar nicht mehr über das Gleiche, aber man redet noch immer gleich. Und baut nur ein paar Erwachsenenwörter in seine Sätze mit ein. Wie Klemmmarkise. Und hofft, dass es keinem auffällt, wie mega komisch man das findet. Ob man mit 90 wohl auch noch mega sagt und sich immer noch fragt, wie heiß man Jeans eigentlich waschen darf? Weil man mit 90 noch Jeans trägt? Oder rutscht man irgendwann auf seinen Senkern aus auf dem schmalen Grat zwischen &#8222;jung geblieben&#8220; und &#8222;mega peinlich&#8220;?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2771" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-1024x1024.jpg" alt="Erwachsen werden Kinder Spielzeug ferngesteuertes Auto" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3-480x480.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/05/Kinder-Kinder-3.jpg 1898w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Als Kind wollte man immer die Dinge machen, die nur die Erwachsenen durften. Lange aufbleiben, am Sekt nippen oder einkaufen gehen. Heute sehnt man sich nach den Dingen, die nur Kinder machen durften. Man versucht sie „einzuerwachsenen“, um das kantig gewordene Gesicht nicht zu verlieren. Der Hula Hoop Reifen wird zum High-End-Sportgerät. Der Lego-Porsche ist hochpreisiges Interior-Design für alle Liebhaber schneller Oldtimer. Das Longboard beugt dem Burnout vor und hilft dabei, sich endlich mehr fallen zu lassen. Und irgendwann werden die Sneaker vom Orthopäden empfohlen.</p>
<p>Und man freut sich darüber wie ein Kind.</p>
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		<title>Kein Grund mütend zu sein.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2021 22:00:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Irgendwas Witziges. Man muss ja nicht direkt wie ein menschgewordener Käfer mit bauchkrampfartigen Zuckungen am Boden liegen, aber irgendetwas, was einen von den Magengeschwüren ein wenig ablenkt, das wäre hübsch. Ein kleines Kribbeln, das wäre reizend. Denn bei allen Reizen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwas Witziges. Man muss ja nicht direkt wie ein menschgewordener Käfer mit bauchkrampfartigen Zuckungen am Boden liegen, aber irgendetwas, was einen von den Magengeschwüren ein wenig ablenkt, das wäre hübsch. Ein kleines Kribbeln, das wäre reizend. Denn bei allen Reizen der letzten Zeit, kribbeln tut schon länger nichts mehr. Höchstens das ausgefranste Haupthaar über den Ohren. Immerhin hört man dadurch nur noch gedämpft die Rufe der muhenden Tante und des sch-impfenden Onkels. Irgendwie wirkt man mit Kotletten, die aussehen wie Koteletts, verletzlicher. Wir Menschen mit dieser Stöhnfrisur auf dem Kopf wirken auf einmal so vulnerabel wie ein Mistkäfer, der auf dem Rücken liegt. In der Fußgängerzone, die schon lange keine Risikozone mehr ist. Zumindest für Insekten.</p>
<p>Doch was hilft gegen dieses Gefühl, das neuerdings „mütend“ genannt wird? Wer auch immer sich diesen Satzpartikel ausgedacht hat: er scheint aus der Seele einer angesäuerten, erschöpften Gesellschaft zu sprechen. Voller Ungeduld und Unverständnis möchte man immer mehr feste auf den Boden stampfen, wenn die Füße nicht so betäubt vom vielen Stillhalten wären. Aber was nützt das Gepolter und Gezeter? Das Geschrei und Gemecker?</p>
<p>Wir sind nun mal müde. Schlaftrunken von der vielen Zeit zum Ausschlafen. Übernächtigt von unseren Gedanken, die das Einzige sind, was uns noch um den Schlaf bringen kann. Gelangweilt von den vielen Nachrichten, die von keinen Neuigkeiten mehr berichten. Und langsam mischt sich Wut zur Erschöpfung. Wir sind sauer auf ohnmächtige Machthaber. Aufgebracht über Verantwortungszirkus. Entsetzt über die, die quer- statt nachdenken.</p>
<p>Wir sind so müde und wütend in dieser endlos wirkenden Pandemie.</p>
<p>Fertig ist der mütende Bürger. Fix und fertig.</p>
<figure id="attachment_2760" aria-describedby="caption-attachment-2760" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2760" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-1024x1024.jpg" alt="Corona verpiss dich witzig Schellenaffe Corona" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-5-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-2760" class="wp-caption-text">Corona &#8211; zum Abschuss freigegeben.</figcaption></figure>
<p>Doch wann, wenn nicht jetzt gibt es gute Gelegenheiten, Dinge mit Abstand zu betrachten. Mit eineinhalb Meter oder eineinhalb Jahren Abstand. Ist denn alles wirklich so schlimm und hoffnungslos? Wie so oft scheinen wir das Grauen besser zu kennen als die Gründe zur Hoffnung. Dabei kennen wir alle mittlerweile jemand, der bereits geimpft wurde. Wir kennen jemand, der sich kürzlich kostenlos testen ließ. Wir kennen jemand, der mehr Zeit mit seinen Kindern genießt. Wir kennen jemand, der seine Umgebung neu entdeckt. Wir kennen jemand, der die Ausrede zum Nichtstun still und leise genießt. Manchmal sind wir sogar selbst dieser jemand. Und wenn wir es – noch – nicht sind, ist das kein Grund, sich wie ein trotziges Kind „Pandemimimi“ schreiend auf den Boden zu werfen. Im Altenheim motzen doch auch nicht alle darüber, dass sie auf kein Metallica Konzert gehen oder nicht nach Malle fliegen können. Wobei das ein witziger Anblick wäre. Also die Erwachsenen, die auf dem Boden schreien und die Omis, die „Nothing Else Matters“ grölen. Und irgendwas, Witziges wollten wir ja endlich mal wieder erleben.</p>
<p>Kein Grund zum Lachen haben Menschen, die starben, Schmerzen erleiden oder ihren Halt im Leben verlieren. Alle anderen haben noch genügend Gründe zum Lachen. Diese zum Beispiel:</p>
<figure id="attachment_2762" aria-describedby="caption-attachment-2762" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2762" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig.jpg" alt="Corona verpiss dich witzig Schellenaffe Corona" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig.jpg 899w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-2762" class="wp-caption-text">Junges Gemüse, hinten.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2757" aria-describedby="caption-attachment-2757" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2757" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-1024x768.jpg" alt="Corona Hund am Steuer witzig Schellenaffe Corona" width="500" height="375" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-1024x768.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-300x225.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-768x576.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-1536x1152.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-830x623.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-230x173.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-350x263.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2-480x360.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-2757" class="wp-caption-text">Fahrraddiebe, Fahrradliebe?</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2756" aria-describedby="caption-attachment-2756" style="width: 501px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2756" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-1024x1024.jpg" alt="Corona Hund am Steuer witzig Schellenaffe Corona" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-1-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /><figcaption id="caption-attachment-2756" class="wp-caption-text">*Die Beule war schon..&#8220;</figcaption></figure>
<p><span style="font-size: inherit;">Man muss die Augen eben nur offen halten, um das Gute zu sehen. Sowohl die Augen, die den Blick nach außen richten. Als auch jene, die nach innen schauen. Auch wenn der Durchblick manchmal erschwert ist.</span></p>
<figure id="attachment_2758" aria-describedby="caption-attachment-2758" style="width: 501px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2758" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3.jpg" alt="Corona Hund am Steuer witzig Schellenaffe Corona" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3.jpg 900w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/04/Witzig-3-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /><figcaption id="caption-attachment-2758" class="wp-caption-text">Putz(ige)hilfe.</figcaption></figure>
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		<title>Vorsorge.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2021 23:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kriegen sie sich? Wer ist der Mörder? Ist die Milch noch haltbar? Lohnt sich die Steuerklärung? Ist der Pickel morgen weg? Wie gerne würde man manchmal vorspulen. Nur um etwas gönnerhafter die Gegenwart zu erleben und abends friedlicher einzuschlafen. Doch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Kriegen sie sich? Wer ist der Mörder? Ist die Milch noch haltbar? Lohnt sich die Steuerklärung? Ist der Pickel morgen weg? Wie gerne würde man manchmal vorspulen. Nur um etwas gönnerhafter die Gegenwart zu erleben und abends friedlicher einzuschlafen. Doch diese Lust scheint zu schwinden. Niemand wagt es derzeit weit nach vorne zu schauen. Wer weiß, was dort blüht. Irgendwie ahnt man, dass die Haltbarkeit von Milch in dieser fernen Zukunft das geringste Problem sein wird. Irgendwo zwischen der Frage, wann man wohl geimpft und wann der eigene Wohnort unfreiwillig am Meer liegen wird, kann es eigentlich nur klumpig werden. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Doch bei allem säuerlichen Pessimismus wünscht man sich manchmal doch eine kurze, heimliche Grußbotschaft seines Zukunfts-Ichs. Denn spätestens, wenn man alte Fotos und vergangene Entscheidungen betrachtet, wünscht man sich manchmal, man habe damals gewusst, was man heute weiß. Nein, Schlaghosen stehen dir nicht. Ja, trau dich ruhig. Nun ja, überlegt dir das mit der Ausbildung zur Sprengstoffexpertin noch mal. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn ich 95 Jahre alt werde, zahlen sich meine Einzahlungen in die private Altersvorsorgekasse aus. Ab dann gehe bzw. rolle ich als zahn- und gehörlose Gewinnerin vom Platz. Als Besiegerin des kapitalistischen Systems. Doch lohnt sich der lange Weg? Wie ist das Leben im Jahr &#8211; <span style="caret-color: #000000;">Moment</span> &#8211; 2081? Was würde mein 95-jähriges Ich zu meinem heutigen Leben zwischen Birnen auf der Pizza und Gurkensalat im Kopf sagen? </span></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">&#8222;Liebes jüngeres Ich,</span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;">da ich dir mein faltiges Hologramm nicht mehr antun möchte, diktiere ich etwas antiquiert dem Microchip in meinem linken Daumen diese Zeilen. Also Daumen hoch, hier spricht deine Zukunft. Du fragst dich gewiss, was diese Zukunft, was diese deinige Zukunft so bringt. Reichtum, Krankheit, Glück, Stolpern? Zunächst wirst du in der Tat immer reicher. Der Reichtum an Krankheiten nimmt zu. Wobei Krankheit übertrieben ist. Es sind diese Zipperlein, mit denen du morgens in letzter Zeit aufwachst und dich fragst, ob das jetzt immer so ist. Nein, es bleibt nicht so. Es werden mehr. Mit jedem Morgen kommt zu einem alten ein neues hinzu. Und was exponentielles Wachstum bedeutet, hast du, glaub ich in letzter Zeit zu verstehen gelernt. Ab einem gewissen Alter – ich glaub es war irgendwann zwischen 39 und 51 &#8211; fühlt sich dein eigener Körper wie ein Altglascontainer an: schwer, sperrig und voller Scherben. Ein bisschen miefig, manchmal recht laut, beginnen die Menschen dich zu beäugen und fragen sich, wann du abgeholt wirst. Deswegen mein erster Rat: springe, hüpfe, tanze, renne das nächste Mal, wenn du deinen <em>Walk of Shame</em> antrittst und mit deinen klimpernden Tüten zum Glascontainer huschst. Eskaliere solange du noch kannst. Denn wie gerne würde ich heute noch mal für einen Augenblick die Bodenhaftung verlieren. Doch eine unsichtbare Haftcreme bindet uns im Alter fest. Aber um dich zu beruhigen: mit 95 denkst du nicht mehr daran, was du vor sechzig Jahren alles tun konntest. Sondern fragst dich vor allem, was du vor sechzig Minuten getan hast.</span></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2750" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-1024x1024.jpg" alt="Alter Alterung junges Ich Rollator" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/03/Epic-1-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><span style="color: #ffc000;">Du denkst auch nicht mehr daran, wie du einmal aussahst.</span></strong> Sondern hast zu ignorieren gelernt, was dir der Spiegel als neue Realität vorgaukelt. <em>Fifthy shades of grey and gravity.</em> Immerhin dein Geist altert nicht. Du denkst noch immer in den ähnlichen konzentrischen Bahnen, in deren Mittelpunkt sich alles um die Suche nach dem Sinn und der nächsten Mahlzeit dreht. Apropos schwer verdaulich: glaub mir, dünner wird’s nicht mehr. Egal, was du isst, die Kleidergrößen steigen linear. Doch mit der Schwere kommt eine angenehme Leichtigkeit. Dein Interesse an dieser einen oder jeder anderen Stelle an deinem Körper fällt linear ab. Ich glaub es war Mitte der Sechziger, als du das letzte Mal an dir heruntergeschaut hast. Da kriegt man eh nur Nackenschmerzen von. Und das Zipperlein konntest du nicht auch noch gebrauchen. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><span style="color: #ffc000;">Und wie ist die Welt so?</span> </strong>Sie hat sich kaum verändert. Es reden noch immer alle vom nahenden Ende. Die Apokalypse beginnt eben wie jede Diät immer morgen. Nach &#8211; wie hieß es noch, ach ja &#8211; Corona haben sich alle erst mal ein Astra Zeneca aufgemacht. Anschließend wurde es ein wenig hektisch rund um die Sache mit dem Klima. Viel wurde unternommen, manches bewirkte sogar etwas, manches nichts. Eisbären und Autos gibt es noch immer. Dafür hast du seit vielen Wintern die Heizung nicht mehr angemacht. Seit du in ein nachhaltiges Altern-Heim gezogen bist und alle von einem schlimmen Meteoriten sprechen, den sie Donald getauft haben, verfolgst du die allgemeinen Debatten nicht mehr so intensiv. Nach dir die Sintflut. Wobei du dich auch auf den letzten Metern noch bemühst, ein verantwortungsbewusstes Leben zu führen. Nur das Experiment mit dem Holz-Rollator währte nicht lange. Krachend gescheitert. Seitdem schickst du vor allem dein Hologramm zu externen Terminen. Also zu Arztterminen. Gründe zum Ausgehen gibt es leider nicht mehr viele. Die meisten, die ein Leben lang mit dir gefeiert haben, sind nicht mehr da. Das auszuhalten ist das schwerste, nein das einzige schwere am Altern. Dieses schleichende Schwinden aller Wegbegleiter. Daher mein innigster Rat: liebe, spüre, unterstütze, achte die Menschen in deinem Leben – jederzeit, hemmungslos. So, als gäbe es kein Morgen. Denn irgendwann gibt es kein Morgen mehr. Und dann sitzt du mit 95 irgendwo und weißt nicht mehr wohin mit deiner sich anstauenden Liebe. Ok, du hast im Heim tatsächlich noch mal jemand kennengelernt. Aber er isst Fleisch. Illegal natürlich. Das muss man sich mal vorstellen. Alleine wie er den Singvögeln hier nachstellt. So richtig glaubst du nicht an eine gemeinsame Zukunft. Aber wer weiß schon was Morgen ist. Du lässt es auf dich zukommen. </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><span style="color: #ffc000;">Ohne jetzt zu arrogant zu wirken, aber ein bisschen muss ich schon über dich, mein junges Ich, lächeln.</span> </strong>Den Großteil deines schönen Lebens hast du nach vorne geschaut. Bist irgendwas entgegengelaufen, selten hinterhergerannt. Schwanktest zwischen Vorfreude und Vorsorge. Du kämpftest immer wieder mit dem Pessimisten und dem Optimisten in dir. Dabei übersahst du zu oft den Realisten in dir &#8211; jene Stimme in dir, die die Realität wahrnimmt wie sie ist. Vor lauter Vorsorge über das, was einmal sein könnte, hast du manches Mal vergessen das zu sehen, was gerade ist. Im Alter hat sich das Ganze nun umgekehrt und du ertappst dich dabei, wie du zurückschaust auf das, was einmal war. Oder du ertappst dich dabei wegzudösen. Das kommt auch exponentiell häufiger vor. Mein letzter Rat lautet daher: denke nicht an mich, sondern an dich. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Deiner Vorsorge bin ich gleichwohl natürlich dankbar. Ich haue die Kohle jetzt auf den Kopf und gönne mir eine Kugel Eis von deiner so fleißig angesparten Rente. Die Eisdielen haben nämlich inzwischen das ganze Jahr geöffnet. Du siehst: Daumen hoch für deine Zukunft.  </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bis bald, also verdammt weit weg bald, </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Deine Alte.</span></p>
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		<title>Immer gleich anders.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2021 23:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nichts bleibt, wie es war. Unser Leben ist Flubber. Erinnert sich noch jemand an dieses cineastische Meisterwerk über grünen Schleim? Jedenfalls ist unser Leben wackelige Götterspeise, die nie fest wird und sich allen Formen anzupassen vermag. Wir leben in ewiger [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts bleibt, wie es war. Unser Leben ist Flubber. Erinnert sich noch jemand an dieses cineastische Meisterwerk über grünen Schleim? Jedenfalls ist unser Leben wackelige Götterspeise, die nie fest wird und sich allen Formen anzupassen vermag. Wir leben in ewiger Veränderung und passen uns dem an, was die Bahndurchsage verkündet. So weit, so klar – wie grüner Nasenauswurf oder Bahndurchsagen eben sein können.</p>
<p>Doch bei all den ewigen Veränderungen, mit denen wir uns zu arrangieren gelernt haben, eines bleibt immer gleich: der Glaube daran, dass sich alles ändern wird. Und zwar, dass in einem neuen Jahr alles anders wird. Dass alles sich zum Guten verändern wird, was in den letzten zwölf Monaten, naja, eher so mittel war. Diesmal wirklich. Diese Hoffnung ist fest mit uns verbunden. Denn niemand sitzt am Neujahrstag alleine mit einer Familienpackung Plunderteilchen bei Tische und denkt sich: ich möchte auch im neuen Jahr meiner Fettleibigkeit und Beziehungsunfähigkeit absolute Treue schwören. Oder keiner nimmt sich ganze feste vor in der Privatinsolvenz zu bleiben, weil er dieses Gefühl der abgrundtiefen Panik so lieb gewonnen hat wie ein Plunderteilchen.</p>
<p>Wir glauben, der Jahreswechsel wird es schon richten. Doch warum genau sollte sich, weil eine 0 zur 1 wurde, unser neuer Alltag wieder von einer absoluten Null zur Eins mit Sternchen wandeln? Und so sitzen wir weiterhin ausgebremst und uns über unseren naiven Irrglauben wundernd zuhause. All die Reiseziele bleiben genau dort, wo sie im letzten Jahr auch waren: in Wartestellung. All die Gutscheine bleiben in ihren Umschlägen. All die Pläne liegen in der Schublade. Und niemand macht diese dreiste Veränderung, die keiner wollte, wieder rückgängig. Niemand stellt die Discokugel wieder an.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Doch für alle, die sich nach einer Veränderung des aktuellen Zustandes sehnen, kommt hier die Erlösung:</strong></span> der Schellenaffe wird sich verändern (geschickt eingelocht, ich weiß). Über die Jahre hat er seinen Stil, seine Themen und seine Leserschaft stetig verändert. Nun geht es an die Dosierung. Bisher hat der Schellenaffe als stummer und doch lauter Begleiter jeden Montag – also wirklich jeden Montag in den letzten dreieinhalb Jahren – dem Wochenstart seinen faden Beigeschmack versucht zu rauben und ein bisschen Süßungsmittel geliefert. Einfach so. Nun wird das Scheppern am ersten Montag im Monat erscheinen, also monatlich, zwölfmal im Jahr. Am ersten Montag im neuen Monat – griffig abgekürzt EMINEM – gibt es wie gehabt einen völlig willkürlichen Beitrag. Warum? Einfach so. Denn nichts bleibt, wie es war. So hat der Affe mit den Schellen mehr Zeit, seine wirren Gedanken zu sortieren (sonst kommt nur Flubber raus, wie man sieht) und sich gleichzeitig neuen Projekten zu widmen. Auf jene darf man sich freuen. So, wie man sich fortan auf EMINEM freuen darf. Wer hätte das gedacht. So verändert sich die Welt.</p>
<p>(Um sicher zu gehen, dass niemand verloren geht auf diesem sich verändernden Weg, hier als kleiner Stolperstein die Erscheinungstermine, die man sich am besten direkt im Kalender notiert: 04.01.2021 / 01.02.2021 / 01.03.2021 / 05.04.2021 / 03.05.2021 / 07.06.2021 / 05.07.2021 / 02.08.2021 / 06.09.2021 / 04.10.2021 / 01.11.2021 / 06.12.2021)</p>
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		<title>Letzte Preis.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2020 23:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Puh, November. Ist ja eher so unteres Mittelfeld in Sachen monatlicher Gefühlsaufwallung. Menschen, die den November als ihren Lieblingsmonat bezeichnen, mögen auch den Geruch von nassem Hund und die Farbe Ocker. Normale Menschen meiden hingegen den November, indem sie verreisen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Puh, November. Ist ja eher so unteres Mittelfeld in Sachen monatlicher Gefühlsaufwallung. Menschen, die den November als ihren Lieblingsmonat bezeichnen, mögen auch den Geruch von nassem Hund und die Farbe Ocker. Normale Menschen meiden hingegen den November, indem sie verreisen oder Weihnachtsmärkte eröffnen. Diesmal sind die Bedingungen jedoch besonders Novembernebel-trüb. Irgendwo zwischen der Decke, die einem auf den Kopf fällt, und dem Boden, auf dem man im Matsch ausrutscht, kriegt man allmählich ein klein wenig schlechte Laune. Um diese zu überwinden, frönt man dem altbewährten Motto „aufkaufen statt ausrasten“ und lässt sich zum Konsum verführen von laut schreienden Black-Friday-Angeboten, die so hochpreisig sind, dass sie in einen persönlichen schwarzen Freitag zu münden drohen: dem Crash in der eigenen Geldbörse. Und da hat der Cyber Monday, an dem man endgültig zum Cyborg mutieren wird, noch gar nicht begonnen.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Umsatz wird angesichts der eigenen Privatinsolvenz ebenso wie Stauraum für die zahllosen Pakete, die demnächst bei den Nachbarn abgeholt werden sollten, herbeigesehnt.</strong> </span>Was also tun? Die Lösung ist denkbar einfach: ausmisten statt ausrasten. Alles Unliebsame, was keinen Herzschlag kennt, soll zu Geld gemacht werden. Hierfür hat dieses Neuland Internet einen wunderbaren virtuellen Ort geschaffen, an dem man sich jedes Mal, wenn man ihn betritt, daran erfreut, dass das wirkliche Leben anders ist als das Leben an jenem Ort. Man freut sich darüber, dass man normalerweise in ganzen Sätzen miteinander kommuniziert, Fremde nicht einfach die eigene Wohnung betreten und man seinen eigenen Rassismus im Griff hat. Dieser Ort, an dem alles anders ist, heißt eBay Kleinanzeigen. Was klingt wie ein Bürgerportal zur Strafverfolgung von Kavaliersdelikten, ist in Wahrheit ein orwellsches Labor zur Studie menschlichen Verhaltens. Als kostenlose Beratung aller Novemberneulinge sei an dieser Stelle daher die Verfahrenweise einmal erläutert.</p>
<p>Zunächst beginnt es mit der Identifikation möglicher Verkaufsobjekte. In diesem Jahr ist dies besonders einfach, da das sogenannte Wichteln ausfällt, bei dem man sich normalerweise solcher Dinge entledigt. eBay Kleinanzeigen bietet die Möglichkeit alle diese zu verkaufen. Wirklich alles. Gegenstände, Dienstleistungen, Lebewesen. Vermutlich sogar gegenständliche Dienstleistungen mit Lebewesen. Oder gebrauchte Lippenstifte.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Als nächstes recherchiert der Nippes-Owner den marktüblichen Preis des Verkaufsobjektes und bewertet den Zustand des eigenen Gedöns.</strong></span> Profis dimmen hierfür das Licht. Dies ist ebenfalls hilfreich, um anschließend von einem automatischen Blitz überbelichtete Fotos zu machen. Diese stellt man dann mit einem knackigen Werbeslogan wie „Nippes mit Niveau sucht begüterten PayPal-Kunden“ online und wartet auf erste Interessenten. Ob man dabei den Preis als verhandelbar oder feststehend angibt, spielt keine Rolle. Verhandelt wird so oder so. Jene Verhandlung wird meist mit dem eloquenten Klassiker „Letzte Preis?1!“ eröffnet. Doch nun unterdrückt man den Impuls, denjenigen wegen Sittenwidrigkeit zumindest klein anzuzeigen und antwortet stattdessen mit einem freundlichen „Guten Abend Herr [Name, von dem man nicht weiß, ob es ein Vor- oder Nachname ist], vielen Dank für Ihre Nachricht und das darin bekundete Interesse an unserem hochwertigen Produktangebot. Leider ist es uns aufgrund des Fehlens einer sachlichen Anrede und diverser Satzbausteine nicht möglich, Ihre Anfrage zu bearbeiten. Zur Erzielung eines zeitnahen Vertragsabschlusses und Beseitigung etwaiger Missverständnisse bitten wir daher um erneute Übersendung eines vollständigen Satzes. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Wortschatz.“</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2671" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2.jpg" alt="eBay Kleinanzeigen Nippes Weiterverkauf verkaufen" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2.jpg 750w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/11/eBay-2-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>In der Regel reagieren Interessenten hierauf wie auf den adventlichen Besuch der Steuerfahndung: sie tauchen unter.</strong> </span>Dieses Phänomen der plötzlich einsetzenden gespenstischen Stille ist bekannt aus dem Bereich des Online-Datings und nennt sich „Ghosting“. Reagiert man zunächst noch irritiert und empört auf solch respektlose Formen des menschlichen Umgangs, entdeckt man bald die Nützlichkeit dieser Verfahrensweise und antwortet spätestens nach der dritten wortgewaltigen Preisanfrage nicht mehr auf Nachrichten. Auch nicht mehr auf die der eigenen Familie. Wie soll man auch antworten auf Fragen, die keine Fragen stellen? Man wird so oder so allmählich erschlagen von Wortfetzen und Buchstabenkombinationen. Spätestens wenn man etwas als „zu verschenken“ eingestellt hat, wird man restlos überflutet von der Fanpost „internationaler Käufergruppen“. Ein Wort der Warnung sei daher ausgesprochen: den Begriff „gratis“ sollte man sich auf eBay Kleinanzeigen sparen. Denn kaum ist er ausgesprochen oder –schrieben, wähnt man sich und seinen Nippes in der zwielichtigen Welt des Import-Export &#8211; und sich selber auf dem Jahrestreffen anonymer Rassisten. Doch eBay Kleinanzeigen wäre nicht so erfolgreich, wenn es für aufkeimendes Nationalbewusstsein keine automatisches Gegenmittel präsentieren würden: den Portokosten-Pedanten, der einfach nur Deutscher sein kann und Dieter heißt. Man hasst ihn augenblicklich. Wie bei einem Neugeborenen debattiert man mit Dieter Größe und Gewicht des nach Bottrop zu versendenden Babys und verbringt geraume Zeit auf der Internetseite der Deutschen Post. Sind die Verhandlungen irgendwann doch abgeschlossen, beginnt das Duell um Geld und Versand. Wer zuckt zuerst? Da dieses Duell nur etwas für die mutigsten Cowboys ist, suchen sich die meisten Nippes-Owner daher lieber einen vertrauten Kriegsschauplatz aus: das eigene Zuhause.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Und dann ist er da, dieser Moment, dem man so lange entgegengefiebert hat: der Moment, in dem man „Ja“ sagt.</strong></span> Und seine Adresse preisgibt. Von da an schläft man unruhig. Was ist, wenn jemand kommt, um den DVD-Player einfach zu stehlen? Um sich abzulenken, geht man alle Wechselgeldkonflikte im Geiste durch. In den nächsten Tagen hortet man entsprechende Schein-Münz-Kombinationen, um auf 4€ rausgeben zu können. Egal wie. Schließlich klingelt es. An der Tür. Und in der Kasse voller Kleingeld. Es folgt der Verkaufsakt auf der Türschwelle. Kurz und komisch. Wie jedes erste Mal. Erleichtert ist man, wenn man dem namenlosen Fremden schließlich hinterher blickt, der einem die Wohnung leerräumte &#8211; ein kleines bisschen leerer zumindest. Man fühlt sich befreit und bereichert. Ein erhabenes Gefühl, das abrupt unterbrochen wird von einem erneuten Läuten der Türklingel. Man befürchtet, der Nippes habe sich direkt im Treppenhaus pulverisiert und schaut zögerlich durch den Türspion – durch den man nur die hinter einem Berg an Paketen versteckte Schirmmütze eines DHL-Boten erkennt. Die Pakete &#8211; das erkennt man mit zugekniffenen Augen &#8211; tragen alle den eignen Namen als Anschrift. Puh, da ist er wohl: der letzte Scheiß.</p>
<p>(Link zum attraktiven Angebot: <a href="https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/klopapier-interessante-fehlproduktion-2-in-1-sammler/1544682290-234-3121?utm_source=mail&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=socialbuttons&amp;utm_content=desktop" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/klopapier-interessante-fehlproduktion-2-in-1-sammler/</a> )</p>
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		<title>Das arme Würstchen.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2020 23:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt sitzt er da in diesem Haus, das nicht seines ist, und man fragt sich, was er als nächstes tut. Wird er die Einrichtung mit seinem Neuner-Eisen zertrümmern? Wirft er sein Handy an die Wand, weil er merkt, dass Dinge [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt sitzt er da in diesem Haus, das nicht seines ist, und man fragt sich, was er als nächstes tut. Wird er die Einrichtung mit seinem Neuner-Eisen zertrümmern? Wirft er sein Handy an die Wand, weil er merkt, dass Dinge nicht wahrer werden, wenn man sie in Großbuchstaben schreibt? Drückt er widerspenstig den Knopf, weil er seinem Nachfolger das Leben noch ein paar Atome schwerer machen möchte als es ohnehin schon sein dürfte? Was macht er, die arme Wurst, die bald auf die Straße gesetzt wird?</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Immerhin sucht er zur Selbstregulierung zunächst einen Ort auf, an dem man eher eine ruhige Kugel schiebt.</span></strong> Ob er an diesem Tag zweimal verloren hat, ist nicht überliefert. Sein allgemeiner Gemütszustand legt es zumindest nahe, dass die Partie Golf weniger kathartisch war als erhofft. Das ist aber auch einfach ein schwieriger Tag, dieser Tag, an dem man sich mit Fakten auseinandersetzen muss, wo man Fakten doch noch weniger mag als zu verlieren. Nennen wir sie stattdessen vielleicht daher besser Details. Da ist zum Beispiel dieses Detail, dass ein latent zwielichtiger Politiker, der den Klimawandel ebenso wie die eigene Fehlbarkeit leugnet, 71 Millionen Wählerstimmen gewonnen hat. Das sind mehr Wählerstimmen, als jeder amtierende US-Präsident jemals zuvor bei einer Wahl gewonnen hat (<a href="https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1325195021339987969?s=20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tweet realDonaldTrump</a>). Damit kann man ja wohl nur eines sein: ein Sieger! Wäre da eben nur nicht dieses zweite, klitzekleine Details, dass da ein Gegenkandidat war, der noch mehr Stimmen erhalten hat. Und das auch noch so feige und frankiert per Brief. Anstatt heroisch an die Urne zu treten. Albern. Dass da überhaupt ein Gegenkandidat nötig war. Einfach albern, diese Bagatelle.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Dann wäre da noch dieses marginale Detail, das ein Hotel von einem Gartencenter unterscheidet</span> </strong>(<a href="https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-kuendigt-pressekonferenz-in-luxushotel-statt-industriegebiet-an-a-6ef0e98f-1431-4085-bb71-2b062e791a81" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-kuendigt-pressekonferenz-in-luxushotel-statt-industriegebiet-an</a>). Wenn man das übersieht, dann kündigt man halt aus Versehen eine Presskonferenz am falschen Ort an und muss dann heroische Halbwahrheiten zwischen einem Einäscherungsdienst und einem Garagentor abhalten. Das Ende und verschlossene Türen sind dabei ein durchaus gut gewählter Rahmen. Insbesondere, wenn man um Geld betteln möchte, weil der eigene Wahlkampf ein bisschen teurer war als gedacht (<a href="https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-will-mit-spenden-wahlkampfschulden-bezahlen-a-5aa4a3da-2c48-491e-ad9f-2b4d674fe708" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-will-mit-spenden-wahlkampfschulden-bezahlen</a>). Das geht in einem Luxushotel schlechter als in einem trostlosen Industriegebiet. Da dürften sich die Taschen nur so öffnen. Zumal da noch dieses lästige Detail, dass man als normaler Bürger nicht immun ist und sich auf einmal wieder an Gesetze halten muss, auf einen wartet. Gut, wenn man da ein bisschen mehr Geld einsammelt für Gerichtskosten &#8211; aller Art. (<a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/donald-trump-wahlniederlage-immunitaet-klagen?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/donald-trump-wahlniederlage-immunitaet-klagen</a>).</p>
<p>Dies alles wäre ziemlich witzig &#8211; wäre es nicht real. Denn mit einem Detail hat er recht: „BAD THINGS HAPPENED“ (<a href="https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1325194709443080192?s=20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tweet realDonaldTrump</a>). Es ist also an der Zeit, dass gute Dinge passieren &#8211; und ein gewisses Würstchen endlich auf die Straße gesetzt wird. Und der ganze Wurstgulasch ein Ende hat.</p>
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