2018 Chit On Rioja Shit on

Shit on – 2018, serviere uns bitte etwas Neues!

Puh, wäre das also auch geschafft. Dieses 2017 schien geprägt von schlechten Nachrichten, negativen Rekorden und düsteren Zukunftsaussichten. Lichtblicke im Feuer trostloser Botschaften sind einzig sportliche Titel – an dieser Stelle Glückwunsch an Jacqueline Lölling, unsere Weltmeisterin im Skeleton – oder royale Hochzeiten und Geburten. Wenn man so auf das vergangene Jahr schaut, denkt man die Menschheit im Allgemeinen, Politiker im Speziellen besäßen die visionäre Kraft einbeiniger Bahnhofstauben. Bei der Verfolgung eines achtlos weggeworfenen Glyphosat-Weizenbrötchens drohen wir vom verspäteten RE nach Hoffnungslos überrollt zu werden. Überall wachsende Wasserstände, Mieten und Narzissten. Selbst Urlaube sind zu einer Runde Mensch-fürchte-dich-nicht rund um Gedenkstätten zu Terroranschlägen verkommen. Und dünner ist man auch nicht geworden.

Auch der unbeirrteste Optimist kam 2017 an seine Grenzen: wie sein älterer Bruder stand 2017 unter dem Motto „The shit goes on“. Ein unter Taubenkot verkrustetes, semi-sympathisches Jahr geht zu Ende und man fragt sich: fehlt der Blick für oder fehlt das Positive selbst in dieser Welt?

Doch nun ruht alle Hoffnung auf diesem neuen, unverbrauchten Jahr. Hallo 2018! Wir wagen ja gar nicht Großes von dir zu erwarten, kein Weltfrieden, keine Ausbleiben von Naturkatastrophen oder Fehlen detonierter Bomben. Wir geben uns auch mit weniger zufrieden. Ein bisschen weniger explosive Stimmung, ein bisschen mehr bombige Schlagzeilen. Hier ein paar unverbindliche Vorschläge:

„BER bezugsfähig: Miniaturwunderland baut Flughafen in Berlin aus“

„Donald Trump beim Vordrängeln gestürzt und auf die Zunge gefallen. Angelina Jolie spendet ihr Mundorgan.“

„Ach ne doch kein Klimawandel – 20-jährige Zeitungsente des Sommerlocher Tageblatts wird aufgelöst.“

„Prince Harry bekommt vorzeitig Nachwuchs – das Königshaus freut sich über die Geburt der kleinen Angela Markle.“

„Wir sind Weltmeister im Schach-Boxen.“

„Welch Überraschung: das Jugendwort des Jahres ist Indexbasierte Fond-Rente.“

„Panama wird durch Videobeweis Fußball-Weltmeister – vermeintlicher Siegestreffer Portugals wegen Weinerlichkeit und Einkommensabseits aberkannt.“

„Horst Seehofer wird Kauf eines Altersruhesitz an der Adria untersagt – wegen Obergrenze.“

„Das Unwort des Jahres 2018: Pessimist – der einzige Mist, auf dem nichts wächst.“

2018, hau bitte einfach mal einen raus. Hoch die Tassen – shit off!

2018 Prost

 

Ein Gedanke zu „Shit on – 2018, serviere uns bitte etwas Neues!

  1. Nach einem super schönen Silvesterabend und der herrlichen Champagner Seligkeit (richtig gelesen Sekt ist out) kann ich mich meinem/meiner Vorredner/in (Schreiberin) nur anschließen. Shit off, alles wird besser oder zumindest weniger schlecht. 2o18 hat (für mich) das Potenzial ein wunderbares neues Jahr zu werden. Wie heißt es so schön :“Glaube versetzt Berge und die Hoffnung stirbt eh als letztes“….Also 2o18 wird gut!!!!!

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