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	<title>Reisen Archive - Schellenaffe</title>
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	<description>Scheppern im Kopf. </description>
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		<title>Das Kreislaufen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2022 22:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flora und Fauna]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir drehen uns im Kreis. Und das seit zwei Tagen. Wir sind losgelaufen mit dem Ziel dort anzukommen, wo wir losgelaufen sind. Auf dem feuchter werdenden Rücken tragen wir leichtes Gepäck, das mit jedem Schritt schwerer zu werden scheint. In [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir drehen uns im Kreis. Und das seit zwei Tagen. Wir sind losgelaufen mit dem Ziel dort anzukommen, wo wir losgelaufen sind. Auf dem feuchter werdenden Rücken tragen wir leichtes Gepäck, das mit jedem Schritt schwerer zu werden scheint. In unserer Hand drehen und wenden wir zum hundertsten Mal eine verschlungene Karte, um Kurs auf unserem Kreislauf zu halten.  Der eigene Körper juckt und müffelt an den meisten Stellen. Nur die Gedanken hören auf zu jucken. Sie verlaufen sich. Das ist es also: das Wandern.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2894" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-1024x1024.jpg" alt="Wandern Sächsische Schweiz Wanderung Sachsen Wanderkarte Karte Ausblick" width="600" height="600" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-920x920.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5857-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Doch was unterscheidet einen banalen Spaziergang von einer echten Wanderung?</strong> </span>Es scheint sowohl eine Frage der äußeren als auch der inneren Ausstattung zu sein. Im Äußeren wandert man erst, wenn man aufgerüstet ist mit allerlei atmungsaktiver Polsterung. Der formlose Rucksack schnürt sich um die formvolle Leibesfülle, die Schuhe gleichen den Sicherheitsschuhen von Kohlekumpels und die Hose knistert gemeinsam mit dem Rauschen der windumwehten Baumkronen. Nur wer wie ein Forschungsprojekt der Textilindustrie aussieht, wandert so wirklich. Je ernster man es mit dem Wandern meint, desto zahlreicher und länger werden die Skistöcke, an denen man auf einem Feldweg Halt sucht.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2897" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-1024x768.jpg" alt="Wandern Sächsische Schweiz Wanderung Sachsen Wanderkarte Karte Ausblick Baude Brand Baude Lilienstein" width="599" height="450" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-1024x768.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-300x225.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-768x576.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-1536x1152.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-2048x1536.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-920x690.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-230x172.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-350x262.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_5845-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 599px) 100vw, 599px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Gleichzeitig erfordert das Wandern, anders als seine gehfaule Stiefschwester des Spazierengehens, eine gewisse innere Haltung.</span> </strong>Man begibt sich in einer sich minütlich neu programmierenden Welt der im Stroboskoplicht flackernden Schlagzeilen in die Hände der Entschleunigung, die so langsam klatschen, dass sich an ihnen Bienenstöcke bilden. Erst wenn Geschwindigkeitsangaben Nachkommastellen bekommen, dann wandert man. Distanzen, für die man gewohnt ist, Minuten zu benötigen, werden zum Wochenendausflug.  Mit dem Auto, mit dem Rad, selbst mit der deutschen Bahn wäre man überall schneller. Die eigenen Füße sind das langsamste aller Verkehrsmittel. Mit ihnen verlangsamt sich auch das Reaktionsvermögen. Komplette Entschleunigung liegt in der Natur – der Sache. Hektik und Sprunghaftigkeit werden spätestens am Steilhang zum Nachteil. Der stoische Tritt eines Mulis bringt einen am schnellsten ans Ziel. Erreicht man sogar die dritte Dimension des Kreislaufs und erklimmt Höhenmeter um Höhenmeter, spätestens dann kommt man in einen tranceähnlichen Zustand, den man benötigt, um nicht verrückt zu werden. Warum klettert man einen Berg oder Hügel hinauf, um ihn wenige Minuten später wieder mit tastenden Tritten hinabzusteigen? Das bisherige Leben folgte doch dem Gebot, der Mühsal aus dem Weg zu gehen. Allzeit. Doch hier ertappt man sich dabei, wie man unter leichter Todesangst Freude empfindet, dem Himmel ein Stück näher gekrochen zu sein. Wenn man wandert, denkt man anders. Näher kommt man sich, wenn man den Blick in die Ferne schweifen lässt und mit Fremden ins Gespräch, die wehklagend fragen, ob das jetzt nun wirklich der Gipfel sei. Zuhause kennt man nicht mal den Namen seiner Nachbarn. Das wandernde Volk ist ein Völkchen für sich – und dich und mich.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2895" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-768x1024.jpg" alt="Wandern Sächsische Schweiz Wanderung Sachsen Wanderkarte Karte Ausblick" width="600" height="800" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-920x1227.jpg 920w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0804-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Abends liegt man mit müden Füßen und munteren Bettwanzen im Bett einer Herberge der höchsten Kategorie und malt mit seinen schläfrigen Gedanken die Wege nach, auf denen man lief. Am nächsten Morgen wird man von einem Ausblick geweckt. Man sieht den Horizont, der sonst hinter Häuslichem verborgen bleibt. Die Erde ist also tatsächlich rund. Der Kreislauf geht weiter. In der Kühle des Waldes durchläuft man einen gemalten Sommertag auf den vorgezeichneten Pfaden. Souverän liest man die bunten Markierungen an den Bäumen, von denen man bisher dachte, sie würden irgendetwas zwischen „Bitte fällen“ und „Japan war hier“ bedeuten. Wandern braucht nicht viel Erfahrung. Wandern braucht viel Proviant. Das Gewicht des Rucksacks wandert vom Rücken in den Bauch. Wilde Himbeeren und Kirschen, die niemandem gehören, ergänzen die Kost. Nicht satt isst man sich an den immer neuen Szenerien. Felder, auf denen sich schwere Ähren wie zum Gebet beugen, schroffe Felsen, die an Barbapapa und seine Familie erinnern, und das Grün der Wälder, das zu sprechen scheint.  Wer Landschaften durchläuft, sieht klarer. Wer geht, kann vor nichts weglaufen.</p>
<p>Wer den Weg zum Ziel macht, kommt immer an.</p>
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		<title>Zwischen Angst und Schmecken. </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2021 22:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das sollte es werden:</p>
<p>Das Auge ist schnell satt. Gedeckt sind die Farben, schrill die Touristen, gewohnt die Kulissen. Zwischen altem Gemäuer und stummen Hügellandschaften wandert der Blick durch vertraute Postkarten. Alles scheint vorhergesehen. Selbst imposante Gesten der lokalen, sprechenden Gemeinde gleichen einer einstudierten Parodie eigener Vorurteile, die stets mitreisen in die Ferne. In dieser Ferne, in der man hofft, der Nähe der eigenen Sicht auf die Welt zu entkommen. Nein, die Toskana erlebt man nicht mit den Augen. Wer sie versucht zu sehen, bleibt blind. Für den ungefilterten Blick.</p>
<p>Sprudelnd und zischend steht die Kanne auf dem Herd. Wie ein brodelnder Vulkan. In ihr tobt das dunkle, heiße Etwas, das nun umgefüllt wird in Thermoskannen. Ungefilterter Espresso. Kannenweise. Der toskanische Gaumen kennt keine Kompromisse. Und so beginnt ein toskanischer Tag mit starkem Herzklopfen. Und Kuchen. Süß und sinnlich. Dazu süßer Saft, süße Marmelade, süßes Gebäck. Als wäre man im überzuckerten Traum eines Kindes erwacht. Süßigkeiten zum Frühstück!Und helles Brot ohne das Versprechen, irgend etwas Gutes zu bewirken. Starke Knochen, gesunde Haut oder Darmkontraktionen. Nichts. Einfach nur Brot. Mit irgendwas dazu, das salzig und verwegen schmeckt. Und selbst wenn die Kiwi aus Neuseeland kommt, schmeckt sie hier nach mehr.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2813" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-1024x1024.jpg" alt="" width="497" height="497" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4648-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 497px) 100vw, 497px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Nein, wer die Toskana erleben möchte, muss die Augen schließen und den Mund öffnen</strong></span>. Biss für Biss offenbart sich eine Welt fernab von Nährstofftabellen und Sättigungsbeilagen. Brot und Olivenöl. Gegrilltes Gemüse. Geschmortes Fleisch. Knusprige Pizza. Und über allem schwarzer, aromatischer, wohliger Trüffel. So einfach und doch so darin-baden-wollen. Dazu gibt es dunkle, wohlklingende Weine. Und zum Nachtisch ein paar Cantuccini, die man in Dessertwein erweicht, oder Tiramisu, das am Ende alles erweicht.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2809" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-1024x1024.jpg" alt="Toscana Genuss Rotwein Pizza Essen Eis Kaffee" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4626-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p>So unvorstellbar es ist, Omas alte Butterkekse in Korn zu dippen, so sonderbar erscheint einem das eigene Essverhalten bis zu diesen Bissen. Warum Remoulade, warum „Nein, danke eine Cola light“, warum Tiefkühlpizza? Und so lädt man den Kofferraum voll mit klimpernden Urlaubserinnerungen, in der Hoffnung irgendetwas – außer ein paar Pfunden mehr – mit zu nehmen nach Haus an den heimischen Esstisch.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2810" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-768x1024.jpg" alt="" width="500" height="667" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4640-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Das wurde es:</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Wut. Unverständnis. Todesangst. Spätestens wenn man auf dem Standstreifen hupend überholt wird, rutscht es einem raus:„Die haben hier wohl alle die Ravioli offen!“</span></strong> Italiens Straßen sind irgendwas zwischen Panik auf der einen und „Attacke!“ auf der anderen Seite. Abstand hält der Italiener höchstens zum Blinker oder dem Bremspedal. Kurven erachtet er als den perfekten Ort zum Beschleunigen im Gegenverkehr und Mittelstreifen weisen ihm den Weg. Vorausschauendes Fahren wird in dieser Apokalypse der Straßenverkehrsordnung als zielgerichtetes Überholen zu jeder Zeit verstanden. Vergeblich sucht man als einziger irgendwas im toten Winkel – sei es eine Polizeistreife, die all diese Missetaten ahndet &#8211; während sich Bandscheiben und Stoßdämpfer in einer Leidensgemeinschaft durch Schlaglöcher, Bodenwellen und Risse aller Art kämpfen. Spätestens wenn die Straße in einem Flussbett endet, sehnt man sich nach großzügigen EU-Geldern, die all die Unebenheiten stopfen und Fahrschulen fördern mögen. Koste es was es wolle.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2815" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-1024x1024.jpg" alt="" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2021/09/IMG-4659-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Und so betet man dafür, dass all die Kostbarkeiten im Kofferraum das Ziel „StVO“ unbeschadet erreichen mögen und gelobt hernach immer bei Gelb zu bremsen und der Dreißig stets zu huldigen.</p>
<p>Doch alsbald auf dem Brenner verbindet man das eine mit dem anderen und begreift: Wer so ungezügelt genießt hat kein Geld für Straßen. Keine Zeit für Langsamkeit. Keinen Glauben an Regeln und Gesetze.</p>
<p>Oder ist eben einfach völlig überzuckert unterwegs im Straßenverkehr.</p>
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		<title>Zwischen den Meeren liegt das Glück.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2020 23:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kann eigentlich nur an dieser Sprache liegen. An dieser Geräusche-Emission, die klingt, als würde ein Japaner rückwärts jodeln, während er eine heiße Kartoffel im Mund tranchiert. So hört es sich jedenfalls an &#8211; dieses Dänisch. Wer nicht lacht, wenn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann eigentlich nur an dieser Sprache liegen. An dieser Geräusche-Emission, die klingt, als würde ein Japaner rückwärts jodeln, während er eine heiße Kartoffel im Mund tranchiert. So hört es sich jedenfalls an &#8211; dieses Dänisch. Wer nicht lacht, wenn ein Däne irgendetwas sagt, was sich wie „Hoideldoideldudeldoi“ anhört, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Hoideldoi-los verloren muss er oder sie sein. Denn selbst die Dänen scheinen sich über ihre eigene Lautmalerei zu amüsieren. Anders ist dieser positive, fröhliche, lächelnde Grundanstrich in diesem Land schließlich nicht zu erklären. Oder warum scheinen, nein sind die Dänen so glücklich? Dänemark gilt als eines der glücklichsten Länder der Welt. So lange wie es den <em>World Happiness Report</em> gibt (seit 2012), solange befindet sich das putzige kleine Land zwischen den Meeren auf einem der ersten drei Plätze (Quelle: <a href="https://worldhappiness.report">worldhappiness.report</a>). Zur Einordnung: Deutschland dümpelt da irgendwo hinter Irland auf Platz siebzehn herum.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2636" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-1024x768.jpg" alt="Dänemark Denmark Happiness Strand Herbst Rodhus Regenbogen" width="666" height="499" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-1024x768.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-300x225.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-768x576.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-1536x1152.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-2048x1536.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-830x623.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-230x173.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-350x263.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-2-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 666px) 100vw, 666px" /></p>
<p>Die Antwort findet sich weniger in den Statistiken und Auswertungen eines globalen Gefühlsberichts als in diesem Land selbst. Sie findet sich bei der Fahrt über ruhige Straßen, beim Einkaufsbummel durch freundliche Geschäfte, beim Spaziergang durch windumtoste Küstenlandschaften ohne Strandnippes und anderen Plastikmüll. Schnell merkt der Gast: in Dänemark nervt einen irgendwie nichts. Nicht einmal der Regen. Dieser perlt an seinen Bewohnern ab, wie vieles andere auch. Doch womit sind diese Dänen imprägniert? Und muss man sich nur lange genug an ihnen reiben, um etwas davon abzubekommen?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2639" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-1024x1024.jpg" alt="Dänemark Denmark Happiness Strand Herbst Leuchtturm Wanderdüne" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-4-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;">Was den Dänen anscheinend ein kleines Stück Glück Vorsprung vor vielen anderen zu geben scheint, ist nicht ihr funktionierendes Staatswesen, Gesundheitssystem und Bildungsprogramm.</span> Das haben andere auch. Was sie zusätzlich zu haben scheinen, ist die glücklichmachendere Einstellung zu den Dingen. In all dem japanischen Gejodel haben sie dafür einen eigenen Begriff geprägt, der sogar in andere Sprachen überschwappt: Hygge. Dabei geht es um mehr, als darum, seine Kissenbezüge farblich mit den Nasenhaaren des Partners abzustimmen oder öfter mal eine Kerze anzuzünden. Hygge beschreibt eine Gemütlichkeit, eine Gelassenheit, die eine ganze Gesellschaft zu prägen scheint. Hygge ist die Fähigkeit, sich den einfachen, schönen Dingen zu widmen und in intimer Freude mit oder an dem zu erfreuen, was man hat. Einen Partner, mit dem man ins Kaminfeuer starren kann. Mehrere Freunde, mit denen man seine Picknickdecke teilen kann. Ein gutes Buch, mit dem man Partner und Freunde eine Zeit lang auch mal vergessen kann. Selbst der einsamste Bauernhof sieht hyggelig aus, während man bei uns schnell an irgendwas mit „Familiendrama“ an einem solchen Ort denkt. Nein, auch hier grüßt eine kleine Lampe im Fenster den Besucher. Denn Lampen in Fenstern erhellen keine Räume, sondern vorbeifahrende Gedanken.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2637" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-1024x1024.jpg" alt="Dänemark Denmark Happiness Strand Herbst Hotdog Wurst" width="498" height="498" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-1536x1536.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-2048x2048.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-3-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Und so sitzt man bei Hotdog und Softeis und merkt: es ist der gesunde Umgang mit den ungesunden Dingen, die einen glücklicher machen.</span> </strong>Mit diesem dänischen Gedankenfilter scheint das Leben schöner zu sein. Und gleichzeitig schöner zu werden. Hübsche Häuser, gut gekleidete Menschen, perfekte Radwege zeugen von einer unsichtbaren Ordnung und Verbundenheit. Horrende Steuern zahlt man gerne, da man sieht, was sie bewirken: eine bessere Gemeinschaft.</p>
<p>Am Ende nervt den Besucher doch etwas: die Tatsache, dass man wieder nach Hause fahren muss. Jedoch fährt man nicht ohne sich gründlich gerieben zu haben. Nicht an den Dingen, die man nicht ändern kann. Sondern an den Dänen, von denen man sich eine Scheibe abreiben möchte.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2640" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-1024x768.jpg" alt=" Dänemark Denmark Happiness Strand Herbst Sonnenuntergang Rohdes Blokhus" width="667" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-1024x768.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-300x225.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-768x576.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-1536x1152.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-2048x1536.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-830x623.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-230x173.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-350x263.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/10/Dänemark-5-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 667px) 100vw, 667px" /></p>
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		<title>Die Heimreise.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2020 22:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Meer tanzt in der untergehenden Sonne. Je tiefer die Sonne sinkt, desto dunkler werden die Blau- und Türkistöne, in denen das Wasser sich bewegt. Wellen brechen am weißen Strand. Wie geräuschvolle, rhythmische Musik rauschen sie im Ohr. Fische schwingen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Meer tanzt in der untergehenden Sonne. Je tiefer die Sonne sinkt, desto dunkler werden die Blau- und Türkistöne, in denen das Wasser sich bewegt. Wellen brechen am weißen Strand. Wie geräuschvolle, rhythmische Musik rauschen sie im Ohr. Fische schwingen elegant durch die klare Gischt. In der Ferne ziehen dunkle, nasse Wolken über das Meer. Im Sommerregen über den Gezeiten erstrahlt ein Regenbogen durch die kühlen Farben. Während die Sonne langsam im Horizont ertrinkt und mit ihr die Wärme des Tages langsam schwindet.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Was für ein Kitsch!</strong></span> Kitsch, den man in karibischen Katalogzielen vermutet. Doch bietet sich diese Kulisse keine einzige Flugstunde von der eigenen Haustür entfernt. Was sich hier auf Rügen offenbarte, verzaubert allabendlich eben nicht nur Bali, sondern auch Usedom, Sylt oder den Bodensee. Die Sonne geht überall unter. Natürlich gehört etwas Glück dazu, genau diese Stimmung anzutreffen und nicht im Novembernebel Probleme damit zu haben, oben und unten überhaupt zu unterscheiden. Aber Glück oder eine Reiserücktrittsversicherung wird man in baldiger Zukunft bzw. unserer Gegenwart voll allerlei Waldbrände, Hurricanes und Überschwemmungen ohnehin häufiger haben müssen. Egal, wo auf dieser derangierten Welt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2599" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-768x1024.jpg" alt="Heimreise Deutschland Deutschlandtour Urlaub daheim Strand Sankt Peter Ording Sommer Natur" width="500" height="666" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-2-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Es ist möglich &#8211; merkt der Fernreisende kleinlaut im Stubenarrest. Gestrandet daheim erkundet er sein eigenes Land, das er, wie er schnell merkt, schlechter kennt als Manhattan oder Madrid. Ein Land, das ihn mehr überrascht als mancher touristischer Trampelpfad, von dem er träumte, bis er auf ihm lief. Er gleitet mit dem Kajak über einsame Seen in der Uckermark. Wandert durch die Wälder des Elbsandsteingebirge. Spaziert durch malerische Städtchen Frankens. Nascht Trauben in den Weinbergen der Pfalz (und spuckt sie wieder aus). Schweift ab beim Blick auf die sich windende Saarschleife. Fährt mit dem Rad durch die Dünen ostfriesischer Inseln. Dabei stand sie nie auf seinem Reiseplan: die deutsche Provinz. Was vorher unter staubiger Spießigkeit begraben war, ist auf einmal Ziel einer Reise &#8211; ohne Ziel und Plan.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2600" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-768x1024.jpg" alt="Heimreise Deutschland Deutschlandtour Urlaub daheim Heide Sommer Natur" width="500" height="667" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-3-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Stets wird er auf seiner Reise begleitet von den sich wandelnden Dialekten seiner eigenen Muttersprache und den Eigenheiten ihrer Sprecher.</span> </strong>Er begegnet dem Brandenburger Bootsverleiher, der korrekt verwendete Artikel so sinnvoll findet wie der Rheinländer „ditt mit die Schweigen“. Die frische Kühle der Nordsee und ihrer rauen Bewacher weicht der bayrischen Großherzigkeit, die Gläser mit Oberflächenspannung füllt und geduldig erklärt, wenn der Gast „Gerupfter“ für den Schwiegervater hält. Und so ertappt sich der Fernreisende dabei, wie er Speisekarten googelt, weil er Angst hat, Innereien zu bestellen, als sei er in Polen oder Mexico. Wie er mürrisch beäugt wird von den Einheimischen. Wie er anstatt zu schnorcheln in der Provinz ein wenig untertaucht.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2603" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-768x1024.jpg" alt="Heimreise Deutschland Deutschlandtour Urlaub daheim Strand Ostsee Sommer Natur Franken Weinberg Main " width="500" height="667" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-6-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Durch Deutschland reisen wollte der Fernreisende doch erst, wenn er mindestens ein künstliches Gelenk und keinen Abenteuerdrang mehr besitzt. Und nun? Es fehlt der Reise das „teuer“, aber fehlt ihm damit nicht auch das „Abenteuer“? Vielleicht ein wenig. Vielleicht muss man sich auch einfach nur etwas mehr anstrengen, um es zu finden, das Abenteuerliche, das Ungewohnte, das Verkommene, das Fremde im eigenen Zuhause.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2604" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-1024x768.jpg" alt="Heimreise Deutschland Deutschlandtour Urlaub daheim Sommer Saar Saarschleife Fluss" width="667" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-1024x768.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-300x225.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-768x576.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-1536x1152.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-2048x1536.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-830x623.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-230x173.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-350x263.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-7-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 667px) 100vw, 667px" /></p>
<p>Aber eines vermisst man auf einer Reise durch die eigene Heimat gewiss nicht: sehr viel unnötiges VISA-Währungs-Darmkrankheiten-Datenroaming-Rolexverkäufer-“Gerupftes“. Diese Dinge, die einem Energie und Elektrolyte rauben, sie reisen diesmal nicht mit. Gewiss, ein wahrer Deutscher findet sie überall, diese Kleinigkeiten, über die er sich aufregt, als wolle man ihn irgendwo warten lassen oder gar das Schwarzbrot beim Frühstück vorenthalten. Und so begleitet den Fernreisenden, wie bei jeder Fernreise eben auch, dieses leise, liebliche Gemotze der deutschen Mitreisenden. Die diesmal eben nicht mitreisen, sondern an dem Ort sind, von dem sie immer sagten, dass es doch eh viel schöner ist als in der Ferne: zuhause.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2602" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-768x1024.jpg" alt="Heimreise Deutschland Deutschlandtour Urlaub daheim Sommer Natur See Uckermark" width="501" height="668" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-1152x1536.jpg 1152w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-1536x2048.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-480x640.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Heimreise-5-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
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		<title>Die Camper.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2020 22:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 läuft nicht. So gar nicht. 2020 rollt. Über Stock und über Stein. Und über die A1. Es rollen die Bullis, die Camper und die weißen Gefrierkombinationen mit Satellitenschüssel auf dem Dach und Gisela und Manfred hinter dem Steuer. Eingepfercht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2020 läuft nicht. So gar nicht. 2020 rollt. Über Stock und über Stein. Und über die A1. Es rollen die Bullis, die Camper und die weißen Gefrierkombinationen mit Satellitenschüssel auf dem Dach und Gisela und Manfred hinter dem Steuer. Eingepfercht durch offensichtliche oder unsichtbare Grenzen sind sie gezwungen zum Urlaub vor der eigenen Haustüre. Selbige Haustüre packt man ein und macht sich auf den Weg in die Uckermark oder nach Usedom, um dort auf 8 qm mal so richtig auszuspannen: 2020 ist das Jahr des Camping-Urlaubs. 2020 ist aber auch das Jahr, das alles durcheinander brachte. So durcheinander wie eben ein Thailandurlauber in der Uckermark ist. Und so treffen 2020 Menschen aufeinander, die sonst fein säuberlich in getrennten Welten aneinander vorbeirollen. Es treffen Dauercamper und ihr englischer Rasen auf graspflegende Althippies und #vanlife-Enthusiasten mit Gräserallergie. Zur allgemeinen Camper-Verständigung daher hier eine Kategorisierung des fahrenden Volkes.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2583" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-1024x1024.jpg" alt="Camping Campingurlaub Campingplatz Vanlife" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3-480x480.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Der Rentner.</strong></span></p>
<p>Eigentlich gehört er nicht zum fahrenden Volk. Denn Bewegung versucht er im Allgemeinen zu vermeiden, bedeutet sie doch vor allem eines: etwas bewegt sich. Und dadurch ist es ja dann nicht mehr wie oder wo es war. Das wäre dann eine Veränderung. Und Veränderung ist schlecht. Wie man an den Spritpreisen und diesen Corona-Regeln ja sieht. Nein, der campende Rentner mag Beständigkeit. Daher liebt er seinen beständigen Standplatz. Umgeben von anderen standhaften Rentnern fühlt er sich bestandsgeschützt. An seinem festen Standplatz. Wehe, jemand anderes setzt einen Reifen auf seinen Platz oder kommt seinem weißen Kühlschrank auf Rädern zu nahe. Zur Sicherheit werden daher Teppiche, Zelte, Gartenzäune und mit Platzpatronen ausgestattete Gartenzwerge mittransportiert und rechtwinklig postiert. Ebenso wie das eigene Gesäß in einen Baumwollzweiteiler gesteckt und unter dem Vorzelt platziert wird. Und sich zwei Wochen lang nicht bewegt. Nichts bewegt sich &#8211; außer der Augen, die sich bewege um zu gaffen. Auf andere gaffende Rentner und eben jene Exoten, die das Jahr 2020 in sein Reich gespült hat. Er fühlt sich dabei wild und frei, dem eigenen Alltag entflohen, in dem er normalerweise im Baumwollzweiteiler hinter seinem Gartenzaun sitzt und auf parkende Autos gafft. Nein, hier genießt er das einfache Leben &#8211; auf seinen 60.000€ teuren, stillstehenden Rädern. Das Motto seines Urlaubes ist: Hauptsache wie zuhause.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2585" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-1024x1024.jpg" alt="Camping Campingurlaub Campingplatz Vanlife" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5-480x480.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-5.jpg 1089w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Der Aktivurlauber.</span></strong></p>
<p>Er hat alles. Einfach alles dabei. Kanus, e-Mountainbikes, Wanderstöcke, Segelyachten und Funktionskleidung für jedes Temperaturgefälle. Auch alle Tassen hat er dabei, auch wenn er nicht alle Tassen im Schrank hat. Wie zuhause möchte er alle Optionen nur einen Kunstfaserkleidungswechsel weit weg haben. Wanderkarten, Wanderapps und Brotkrümel weisen ihm den Weg durch seinen Abenteuerurlaub. Den Winter verbrachte er damit, eine Dachhalterung für sein Kanu und eine Ladestation für seine e-Bikes an sein Wohnwagen zu bauen. Denn außer Müßiggang hält er nichts für so unnütz wie Verleihbetriebe. Nein, es muss schon das eigene Gerät sein. Einzig die Ehefrau würde er gerne mal verleihen. Oder austauschen gegen ein anderes Geräte. Aber das Motto seines Urlaubes ist nun mal: hauptsächlich Sachen wie zuhause.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Die Familie.</span></strong></p>
<p>„Und wenn wir die Kinder einfach aussetzen?“ Da die Raststätte doch etwas sehr trostlos erschien, entschied man sich für einen Campingplatz, um sich seiner Kinder mitsamt ihrer Habseligkeiten zu entledigen. Der alte Wohnwagen der Schwiegereltern ist kaum zu erkennen unter all den Tretrollern, Bällen und Wäscheleinen voll frisch gewaschener Kinderkleidung. Die Kinder sind leider noch immer zu erkennen. An ihrem Geschrei und Gezeter – diesmal nur auf 8 statt 80 Quadratmetern. Da wird der Camper zum Schallverstärker. Aber man liebt sie eben innig. Wenn sie schlafen. Quer im Ehebett. Das Motto des Urlaubs: wie zuhause, leider.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2587" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-1024x1024.jpg" alt="Camping Campingurlaub Campingplatz Vanlife" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-480x480.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping.jpg 1156w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Die Hippies.</span></strong></p>
<p>Man reist mit Hängematte &#8211; auf dem Kopf und hängt sich zwischen zwei Bäume. Die Wüstensafari durch Burkina Faso wurde ebenso wie das Batik-Festival aus unerfindlichen Gründen abgesagt. Alles dünnhäutige, faschistoide Bedenkenträger. Das Dachzelt auf dem Jeep spannt man dennoch auf. Und ab. Und man ernährt sich vom dem, was die Natur hergibt. Gras und Pilze. Nur den Scherz mit den Duschmarken versteht man nicht. Man ist schließlich eines der seltenen Krustentiere, dass kein Wasser braucht. Und keine Platzordnung. Das Motto des Urlaubs ist: alles wie zuhause, wenn man denn eins hätte.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Die Van-Life-Enthusiasten.</span></strong></p>
<p>Und da sitzen dann die von Instagram angelockten Bullibesitzer, die ihr aufwendig ausgebautes Fahrzeug ihrem natürlichen Terrain zuführen wollten und vom einfachen Leben träumten. Bis sie feststellten, dass es hier kein WLAN und Flat White gibt in diesem einfachen Leben, in dem ein Rührei am Morgen nicht mehr ganz so einfach ist. Und es doch irgendwie mögen. Dieses auf einfache Dinge beschränkte Leben. Dieses Leben, in dem man dem Bus morgens nicht mehr hinterher rennt, weil man ihn ja selbst steuert. Dieses Leben, in dem man das Treiben der Menschen statt die Bewegungen auf dem Handy beobachtet. Dieses Leben, auf absoluter Enge, das einem das Gefühl von Freiheit und Raum gibt. Dieses Leben mit so wenig, das einem so viel gibt. Das Motto des Urlaubs: wie, was, wo war noch mal zuhause?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2584" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-1024x752.jpg" alt="Camping Campingurlaub Campingplatz Vanlife" width="501" height="368" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-1024x752.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-300x220.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-768x564.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-1536x1128.jpg 1536w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-2048x1504.jpg 2048w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-830x609.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-230x169.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-350x257.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2020/09/Camping-4-480x352.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
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		<title>Rückkehr an einen unbekannten Ort.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2020 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefgang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es rauscht. Leise und beständig. Ruhig und verlässlich. In den Ohren. Im Wind. In den Bäumen. In den Gedanken. Es rauscht dieses schimmernde Meer. Und seine Wellen, die einen tragen. Angespült, wie ein Stück vergessenes Treibholz, ist man hier. An [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es rauscht. Leise und beständig. Ruhig und verlässlich. In den Ohren. Im Wind. In den Bäumen. In den Gedanken. Es rauscht dieses schimmernde Meer. Und seine Wellen, die einen tragen. Angespült, wie ein Stück vergessenes Treibholz, ist man hier. An einem unbekannten Ort. Und fühlt sich doch wie ein Heimkehrer. Zurückgekehrt nach einer langen Zeit.</p>
<p>Einer Zeit des Rausches im Verstand, nicht des Rauschens in der Seele. Des Müssens und Sollens. Des Tun und Lassens. Einer Welt der Zeitenmessung und Standortbestimmung. Des festen Lebensrhythmus und klaren Taktes. Einem Leben, in dem man sich Erinnerungszettel schreibt für aktive Pausen und passives Leben. In dem man Dinge erledigt und Dinge einen selbst. In dem man sich Wecker stellt und doch nicht erwacht.</p>
<p>Und nun ist man hier. An einem Ort des einfachen Wollens. An dem man das Müssen vergisst. Und das Wunschlose begreift. Einem Ort, an dem das Meer rauscht. Endlich. Unendlich. Wo irgendwo Geschirr klappert und Kinder rufen. Wo der Klang der Vögel einen weckt. Und die Verheißung auf einen Tag voll barfüßiger Leichtigkeit und süßer Melone. Ein Tag, an dem man von der Sonne berührt wird und im Salz des Meeres badet. An dem man in Bücher und Gespräche taucht. Ganz tief. Und nicht mehr auftauchen möchte. Ein Tag, an dem die Zikaden in den Bäumen den Takt vorgeben und die innere Uhr stehen bleibt. Man riecht ihn, den Sommer, mit allen Sinnen. An diesem Tag, den man verträumt und dessen Nacht man durchwacht. Ein Tag im Leben, so weit entfernt vom eigenen Leben und doch so nah an sich selbst. Man kehrt zurück in diese verträumte Kulisse. An diesen unbekannten, vertrauten Ort. Man kehrt zurück zu sich selbst.</p>
<p>Bis es Zeit ist für die Heimkehr. Ein zweites Mal. Man macht sich zurück auf den Weg an den bekannten und manchmal fremden Ort. Fühlt sich neu sortiert. Von der Sonne und klaren Gedanken frisch erstrahlt. Man nimmt sie mit, diese Ent-Spannung. Dieses Gleichgewicht auf seinem manchmal schwankenden Weg. Wie man sie mitnimmt, die Sommersprossen. Und die Sandkörner zwischen den Zehen. Zwischen den Dingen. Zwischen den Orten.</p>
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		<title>Marrakesch – 1001 lacht.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 23:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sind wir mal ehrlich: die Welt ist doch eigentlich komplett durchstarbucksisiert und sauber auf Instagram katalogisiert. Wirklich andersartige Flecken findet nicht mal mehr der Jäger des verlorenen Schatzes Indiana Jones. Selbst vermeintlich „exotische“ Reiseziele, bei denen man immerhin noch Gefahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind wir mal ehrlich: die Welt ist doch eigentlich komplett <em>durchstarbucksisiert</em> und sauber auf Instagram katalogisiert. Wirklich andersartige Flecken findet nicht mal mehr der Jäger des verlorenen Schatzes Indiana Jones. Selbst vermeintlich „exotische“ Reiseziele, bei denen man immerhin noch Gefahr läuft, sich Magenprobleme einzufangen, warten mit kostenlosem W-LAN und „Bitte bewerten Sie uns (und nicht ihren Durchfall) auf Tripadvisor“ auf. Man reist in einer austauschbaren Armada an Backpackern und Bettwanzen, die die gleichen auswendig gelernten englischen Sätzen aufsagt und das ewige <em>Intercontinental Selfiefast</em> bestellt.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Was kann da eine Stadt wie Marrakesh schon bieten, was man in jedem anderen Teil dieser Welt noch nicht gesehen, gegessen oder gerochen hat?</strong> </span>Außer einem staubigen Frauenbild, fotofreundlicher Folklore und fieser Menschen, die einen über den Tisch ziehen oder direkt gegen ein Kamel eintauschen wollen?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2224" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-632x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="500" height="810" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-632x1024.jpg 632w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-185x300.jpg 185w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-768x1245.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-830x1346.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-230x373.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-350x567.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14-480x778.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-14.jpg 900w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Und so taucht man an ein &#8211; geblendet von den eigenen Vorurteilen – in eine andere Welt, eine Welt des warmen Lichts, des klaren Himmels und der warmen Erdtöne. Bunt ist das Braun. Beige wirkt der eigene Geist. Man fährt durch ein knatterndes, lärmendes Chaos, das sich Verkehr nennt – ein in eine Stadt wie aus einer anderen Zeit. Eine Stadt zwischen den Zeiten. Eine Stadt zwischen den Welten. Eine Stadt zwischen damals und heute.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2216" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-768x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="498" height="664" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-768x1024.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-830x1107.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-06-480x640.jpg 480w" sizes="(max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Im Inneren der Stadtmauern wartet ein einzigartiges Netz aus Gassen und Sträßchen auf verwirrte Besucher, die sich krampfhaft mit Google-Maps und Stadtplänen auf Spur halten und von einem Punkt zum nächsten gelangen wollen.</span> </strong>Doch Pläne sind hier so hilfreich wie ein Räucherstäbchen auf hoher See. Man begreift schnell: nur, wenn man sich treiben lässt, aufsaugen lässt von den <em>Suqs</em>, von der Geschäftigkeit, von den Gerüchen, von den Farben, von dem für Fremde unverständlichen Chaos, nur dann erschließt sich einem diese Welt. Nur dann wird Marrakesch eine Stadt, die einen Besucher reinlässt &#8211; wenn er sich einlässt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2218" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-1024x730.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="500" height="356" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-1024x730.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-300x214.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-768x548.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-830x592.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-230x164.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-350x250.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08-480x342.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-08.jpg 1262w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Anstatt sich über aufdringliche Verkäufer aufzuregen, entdeckt man die Freude am Feilschen und die schwäbische Hausfrau in sich. Anstatt sich über miefende Motorräder in lenkerbreiten Gassen zu ärgern, staunt man über das funktionierende Gewusel aus Esel- und Pferdestärken. Anstatt über die stickige Hitze zu stöhnen, lacht man über Einheimische, die selbst mit Daunenjacke und Socken zu frieren scheinen. Anstatt hinter jedem Minarett einen terroristischen Wecker zu vermuten, fragt man sich, wann man das letzte Mal Kirchengeläut erlebt hat (das auch Besucher angelockt hat). Anstatt sich von alberner Folklore nerven zu lassen, klappert man eben mit eigenartigen Eisenschellen zu dem, was man als Takt der Musik vermutet. Woanders nennt sich das schließlich Waldorfschule.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2217" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-576x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="500" height="889" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-576x1024.jpg 576w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-169x300.jpg 169w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-768x1365.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-830x1476.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-230x409.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-350x622.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07-480x853.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-07.jpg 900w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Und ehe man sich versieht, fühlt man sich doch noch ein bisschen so wie ein Entdecker in einer anderen Welt. Nur die Selfiestickverkäufer und Gespräche über Bundesligaspielstände sind kleine Risse in dem selbstgemalten Bild des internetlosen Abenteurers und Entdeckers geheimer Gassen. Man trinkt warmen Flüssigzucker mit Minze (oder Minztee), bestellt mit Händen und Füßen etwas am Marktstand, in der Hoffnung, dass es keine Hände und Füße enthält und macht sich über duftende <em>Tajins</em> her, deren Tonhauben feierlich, wie ein Brautschleier, gelüftet werden. Man beginnt Marrakesch und dieses Land zu mögen &#8211; mit allen Sinnen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2212" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-1022x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="498" height="499" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-1022x1024.jpg 1022w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-768x770.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-830x832.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-230x231.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-350x351.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02-480x481.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-02.jpg 2043w" sizes="(max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Nicht weit entfernt von den Stadtmauern wartet wiederum schon das Atlas-Gebirge auf den geweckten Entdeckergeist.</span> </strong>Mit jedem Kilometer, den man sich von der flirrenden Stadt entfernt, taucht man tiefer ein in karge Gebirgslandschaften und einfaches Bergleben. Die eigenen Vorurteile schauen auf die einfachen Steinbehausungen und die harte Feldarbeit. Man verspürt Mitleid und Argwohn für dieses „schau mal, wie die leben“. Und dann lernt man „die“ kennen, wird in ihr Haus eingeladen, trinkt ihren Tee, probiert ihre Kleidung an (warum, weiß man nicht), lernt ihr Leben kennen, redet über Shakira, Maultiere und darüber, dass der Winter und der Regen immer länger auf sich warten lassen, kauft einen Teppich mitten im Wald (gerne mit Kreditkarte), spielt dem eignen Fahrer bayrische Blasmusik vor – und begreift höhenmeterweise: irgendwo auf dieser Welt, denkt jemand „schau mal, wie die leben“ über das eigene Leben. Kulturen, Sprachen, Religionen können anders sein, doch die Menschen, die diese am Leben erhalten, sind am Ende überall doch verdammt gleich.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2222" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-1024x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-768x769.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-830x831.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12-480x480.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-12.jpg 1139w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2220" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-1024x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-10-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>Menschen können unterschiedliche Sprachen sprechen und sich am Ende doch mit einem universell verstandenen aufrichtigen Lachen verständigen. Ein Lachen &#8211; wie ein Kamel &#8211; über Volksmusik, Omas alte Tischdecke auf dem Kopf dieser fremden, westlichen Frau oder Ziegen, die in Bäume gestellt werden, um Touristen ein paar Münzen aus der Tasche zu locken.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2223" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-767x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="500" height="668" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-767x1024.jpg 767w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-225x300.jpg 225w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-768x1025.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-830x1108.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-230x307.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-350x467.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13-480x641.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-13.jpg 1156w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Und so reist man heim mit einem Koffer schwer gefüllt mit Eindrücken, Erinnerungen und Erlebnissen. Mit Teppichen und anderer Beute, die einen mit dem Gedanken liebäugeln lassen, in der Heimat überteuerte Verhandlungstrainings anzubieten. Mit einem Koffer, der aber vor allen Dingen erleichtert ist um staubige Vorurteile und den Zweifel, in dieser Welt nichts mehr entdecken zu können. Denn erst am Ende einer besonderen Reise entdeckt man ihn erst wieder, den <em>Starbucks</em> am Flughafen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2213" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-1024x1024.jpg" alt="Marrakesh Marokko Atlasgebirge Suqs" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/11/Marrakesh-03-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
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		<title>Safety cards first.</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Sep 2019 22:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Meine Damen und Herren, Sie finden eine Sicherheitskarte mit allen Sicherheitshinweisen in der Sitztasche vor ihnen – sofern nicht ein absonderlicher Kleptomane unter abfallendem Luftdruck in seinem Kopf gelitten und die Karte in einem Akt der angegurteten Rebellion gegen das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Meine Damen und Herren, Sie finden eine Sicherheitskarte mit allen Sicherheitshinweisen in der Sitztasche vor ihnen – sofern nicht ein absonderlicher Kleptomane unter abfallendem Luftdruck in seinem Kopf gelitten und die Karte in einem Akt der angegurteten Rebellion gegen das System entwendet hat.“</p>
<p>Dieser Irre bin ich. Ich klaue Karten mit Sicherheitshinweisen aus Flugzeugen. Jetzt ist es raus. Die Wahrheit. Und die Karte aus der Sitztasche vor mir. Ich entwende überlebenswichtige Informationsbroschüren aus stark überwachten Räumen und bringe Menschen willentlich in Not. Denn wer würde sich im Falle eines Sinkfluges nicht noch mal dringend abgucken wollen, wie man wirklich Ruhe bewahrt und mit einem Turban auf dem Kopf eine Sauerstoffmaske anlegt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2097" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5.jpg" alt="Safety Card Sicherheitshinweise" width="501" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5.jpg 720w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-5-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>Doch klaue ich nicht aus purem Hass, sondern aus purer Liebe. Liebe zu meinem Bruder, der wiederum aus purer Irrsinnigkeit diese Karten sammelt. Und tauscht. Und einsortiert. Und archiviert. Und seine Ordner voller Safety Cards abends im Bett durchblättert und fasziniert über ihre Details sinniert. „Interessant, dieser leicht gelbstichtige Orange-Ton der Schwimmwesten. Den habe ich so noch nie gesehen.“ So stelle ich es mir zumindest vor. Mein glücklicher Bruder, der jederzeit den Notausgang findet. Und dessen Netz aus Handlagern inzwischen die ganze Welt umspannt.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Nennen wir ihn daher den Paten.</strong></span></p>
<p>Berichtet man dem Paten von Urlaubsplänen, geht es nie um das eigentliche Ziel der Reise. „Mit was fliegst du?“ „Mit einem Flugzeug voller Safety Cards.“ Bahnreisen sind tabu. Am Tag der Tat wird der Kontrollanruf am Flughafen nur noch mit einem „Ich weiß, was zu tun ist.“ beantwortet. Und dann beginnt die Tat, deren Hergang einfach erscheint und die doch vorbereitet werden will. Neulinge in der Szene greifen noch am Flughafen zu einem bewährten Hilfsmittel und erwerben eine Zeitschrift, um die Beute später sicher in der neuesten Ausgabe der „KlauLust“ zu verstecken. Dank des Paten steigt in Zeiten der eReader und Tablets zumindest an Flughäfen wieder die Nachfrage nach Zeitungen. Denn Regel Nummer eins lautet: eine gefaltete Karte ist eine tote Karte.</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Die Handlanger des Paten betreten schließlich den Tatort.</span> </strong>Unter dem strengen Blick der Crew möchte der erste direkt vor der Stewardess in die Knie gehen und seine kriminellen Absichten beichten. „Helfen Sie mir auszusteigen!“ „Bitte boarden Sie zügig das Flugzeug, damit wir pünktlich starten können.“</p>
<p>Und so schleichen die Söldner des Paten zu ihrer Sitzreihe – die sich natürlich niemals an einem Notausgang befinden darf. Denn dort sind die Greifweg zu weit, das Versteck für die Beute „befindet sich in den Staufächern über Ihnen“ und man ist im direkten Visier der Fahnder mit den bunten Halstüchern. An seinem gewöhnlichen Sitzplatz angekommen, wird kurz das Opfer fixiert. Ist es da? Wie sieht es aus? „Gute Ware“ stellt man erleichtert fest. Der Pate wird zufrieden sein.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2094" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-1024x1024.jpg" alt="Safety Card Sicherheitshinweise" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-2-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Während der Sicherheitseinweisung blättert man unbedacht in seiner Zeitschrift oder der Police seiner Rechtsschutzversicherung. Beim Hinweis auf die „Karte in der Sitztasche vor Ihnen“ flackert kurz das Augenlid, aber ansonsten bleibt man so kühl temperiert wie die Klimaregulierung des Flugsauriers. Und dann beginnt der Flug. Und mit ihm beginnt Regel Nummer zwei zu greifen: erst wenn wir uns in den Sinkflug begeben, solltest du die Karte entnehmen. Der Moment ist nach dem letzten Kontrollgang gekommen. Geschmeidig wie das Verlassen der Flughöhe, wird mit einer geschulten, fließenden Handbewegung die Karte aus ihrem Fach entnommen, kurz interessiert studiert und in ein bereitliegendes Printprodukt oder Gepäckstück der Wahl verstaut. Kurz wartet man ab, ob der erschütterte Sitznachbar den Rufknopf für das Bordpersonal drückt und laut „Dieb! Dieb! Dieb!“ ruft. Doch nur in seltenen Fällen eskaliert die Situation. In der Regel bleibt es ruhig und niemand wird mit Schwimmweste, Sitzgurt und Sauerstoffmaske dingfest gemacht.</p>
<p>Unmittelbar nach der Landung wird dem Paten berichtet „Melde: der Papeirflieger ist gelandet. Over.“ Ein Beweisfoto liegt bei. Was wiederum mit einer Nachricht beantwortet wird „Der Pate hat dich in seiner Story erwähnt.“ Die beste Tarnung ist schließlich keine Tarnung. Und so beginnt der Handel mit der Hehlerware, die noch nicht einmal kalt ist, bereits im Darknet des Safety Cardells: auf Instagram. Dort werden die Karten, sofern sich das Exemplar noch nicht im Fundus des Paten befindet, zum Tausch angeboten. Auf der ganzen Welt. Gleichzeitig wird so der Druck auf eine zeitnahe Übergabe der Ware erhöht. Und so besteigt irgendwann eine Safety Card erneut ein Flugzeug, aber nicht das für sie vorgesehene Flugzeug – und sie fliegt in einem braunen Briefumschlag erneut um die Welt. Irgendwann landet sie in den Händen eines mexikanischen oder japanischen Safety Cardell-Patens, der vermutlich 15 Jahre alt ist und Karten tauscht, um seine Mathehausaufgaben nicht machen zu müssen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2096" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4.jpg" alt="Safety Card Sicherheitshinweise" width="500" height="452" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4.jpg 886w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-300x271.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-768x694.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-830x750.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-230x208.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-350x316.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-4-480x434.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Doch warum breche ich nicht einfach aus, aus diesem perfiden System?</span></strong> Und schlimmer noch, warum stifte ich andere dazu, an Teil der Machenschaften dieses Familienclans zu werden? Ich bin mittlerweile zu einer Art Zwischenhändler mit Frequent Beschaffeller Status aufgestiegen und habe Freunde und Fremde in den Untergrund gezogen. Sogar Menschen, die weder mich noch den Paten kennen, die ein geregeltes Leben lebten und sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, drücken mir auf einmal ihr Diebesgut in die Hand. Nicht ohne einen gewissen Stolz in der Stimme berichten sie mir von ihren Raubzügen.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2099" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-1024x1024.jpg" alt="Safety Card Sicherheitshinweise" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-7-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Doch was macht den Reiz aus? Warum verfällt man ihm, dem Paten und seinem Geschäft, so leicht? Der Akt etwas zu entwenden, auf dem explizit vermerkt steht, dass es nicht entwendet werden darf, dies ausgerechnet in einem engen, überwachten Ambiente, dass an den Besucherbereich einer Strafvollzugsanstalt erinnert und zu wissen, dass einem außer einer mittelschweren Blamage nicht wirklich etwas passieren kann, zumal die Absichten hinter der Tat völlig banal und sinnlos sind, wie das Herumfingern mit einer Noppenfolie &#8211; dies alles wirkt auf die meisten recht-schaffenden Menschen irgendwie drollig erotisierend. Eine winzig kleine, irrationale Tat der Rebellion in einem ansonsten von Reiserücktrittsversicherungen flauschig eingepackten Leben. Man träumt davon, wie irgendwo in einer tiefen Kammer bei Interpol Fluggastdaten und Diebstahlmeldungen in einer Datenbank analysiert, Querverbindungen zwischen all den Kondensstreifen gesucht werden und schließlich der eigene Name auf eine Beobachtungsliste gepackt wird. Und doch klaut man mutig weiter. Für den Paten. Außer bei Ryanair. Da müsste man die Sitze entwenden, und das wäre nun wirklich nicht mehr durch die Rechtsschutzversicherung abgedeckt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-2093" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-1024x621.jpg" alt="Safety Card Sicherheitshinweise" width="501" height="304" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-1024x621.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-300x182.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-768x466.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-830x503.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-230x139.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-350x212.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1-480x291.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/09/Safety-Card-1.jpg 1483w" sizes="(max-width: 501px) 100vw, 501px" /></p>
<p>Bleibt die Frage: Was nimmt der Pate ins Visier, wenn er alle Flugmodelle multipliziert mit der Anzahl aller Airlines auf dieser Welt bestohlen hat? Vermutlich fängt er dann an als neuen Ausdruck seines rebellischen Wesens Kotztüten zu klaufen &#8211; nur um sie in Fernzügen der Deutschen Bahn zu verteilen.</p>
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		<title>Menschen, die beigeistern.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2019 22:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beige sind die Kutten schmächtiger Messdiener. Beige ist der löchrige Jutebeutel der Biolehrerin. Beige sind Mehlwürmer. Beige ist farbegewordene Langeweile. Beige ist die abwischbare Version eines strahlenden Weiß, die unfatale bzw. unfäkale Variation eines Brauntons. Beige tut nicht weh. Aber [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Beige sind die Kutten schmächtiger Messdiener. Beige ist der löchrige Jutebeutel der Biolehrerin. Beige sind Mehlwürmer. Beige ist farbegewordene Langeweile. Beige ist die abwischbare Version eines strahlenden Weiß, die unfatale bzw. unfäkale Variation eines Brauntons. Beige tut nicht weh. Aber auch selten gut. „Dieses Beige steht dir ausgesprochen gut“ dürfte selten gesagt – und ebenso selten als Kompliment aufgefasst werden.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Und so fragt man sich, ob es Zufall sein kann: Beige ist die Farbe der Rentner. Der deutschen Rentner.</strong></span></p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1982" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2.jpg" alt="Beige Rentner Deutsche Beige Ocker Farblos deutsch Touristen" width="500" height="501" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2.jpg 899w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-768x769.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-830x831.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-2-480x481.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Zwar ist Beige Kleidung gewordene Unauffälligkeit. Und doch ist es auffällig. Gerade auf Reisen zeigt sich immer wieder, wie einfach der Deutsche jenseits der Sechzig danke seiner unkolorierten Volllaminierung zu identifizieren ist. Die Kleiderwechseljahre sind vorbei. Auffällig unauffällig ist die Wahl der Uniform. Nixdavaganz. Praktisch muss es sein. Mit Trekkingsandalen und ordentlichen Socken, Allwetterrucksäcken mit Stullen für unterwegs und kleinkarierte Wanderhemden in Erdtönen ist er gewappnet für den Auf- und Abstieg &#8211; aus dem Reisebus. Für das Erjagen einer Tasse Filterkaffe an der Raststätte. Selbst wenn seine Hüfte, sein Hallux-Zeh und seine allgemeine Multimorbidität es nicht mehr zulassen, seine Kleidung wäre bereit für einen 1000-Meilen-Marsch. Doch das Risiko, in einen Regenguss oder Kälteeinbruch zu geraten, wäre trotz blauem Himmel ohnehin zu hoch. Jede Gefahr muss ebenso wie Signalfarben vermieden werden.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1983" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-746x1024.jpg" alt="" width="502" height="689" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-746x1024.jpg 746w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-219x300.jpg 219w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-768x1054.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-830x1139.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-230x316.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-350x480.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3-480x659.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-3.jpg 1005w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p>Während der beige, weibliche Rentner mitunter mit einem kecken, kleinen Rucksack mit vertikalem Reißverschluss und einem Regenschirm in der schwitzenden Hand sein Ensemble aufpeppt, mag der beige männliche Rentner gerne viele Taschen – an sich dran. Sein liebstes Kleidungsstück ist daher eine ausgebeulte Weste in der Farbe „Ocker“. Bis auf eine Angelrute führt er so alles, was er nicht braucht, stets an und bei sich. Diese seine Rettungsweste dient nicht nur als primäres Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal im Großstadtdschungel. Damit weiß er auch allgegenwärtige, organisierte Taschendieb zu verwirren. In den meisten Fächern befinden sich zur Ablenkung ohnehin nur angeschnäuzte Stofftaschentücher.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1981" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-908x1024.jpg" alt="Beige Rentner Deutsche Beige Ocker Farblos deutsch Touristen" width="500" height="564" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-908x1024.jpg 908w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-266x300.jpg 266w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-768x866.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-830x936.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-230x259.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-350x395.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1-480x541.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-Rentner-1.jpg 1271w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Elegante, aber für den eigenen deutschen Spreizfuß ungeeignete Lederschuhe oder gar eine empfindliche, feine Stoffhose sind dem männlichen Beigetarier zuwider. Stattdessen legt er zur eigenen Stabilisierung die Hände hinter dem Rücken zusammen (auch bekannt als „Rückengebetshaltung“) und setzt sich eine meist beige Schirmmütze auf den Kopf, um die eigene Fleischmütze vor der Sonneneinstrahlung bei der nächsten Kirchenbesichtigung zu schützen. Der weibliche Beigetarier weiß wiederum mit einem praktischen Kurzhaarschnitt, in dem Farbreste aus den wilden Zeiten, als man sich noch die Haare färbte, wiederzufinden sind zu beigeistern.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1980" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--1024x1024.jpg" alt="Beige Rentner Deutsche Beige Ocker Farblos deutsch Touristen" width="500" height="500" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/06/Beige-rentner--480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>Doch bei aller Beigeisterung wird ein „grauenhafter“ Nebeneffekt der eigenen Bebeigung übersehen: beige Farbe besitzt die Eigenschaft stark abzufärben.</strong> </span>Sie überträgt sich nicht nur auf andere Teile der vormals bunten Herde, sondern auch auf ihren Farbuntergrund. Sie sickert in alle Poren. Und so beginnt sich das Äußere nach innen zu kehren und den Charakter zu bemehlen. Ein beiger Schleier legt sich auf den Geist. Der im Gehen stets leicht geöffnete Mund beginnt Sätze wie „Die neuen Straßen haben wir hier alle gezahlt.“ oder &#8222;Schrecklich, diese Straßen.&#8220; auszuspucken. </p>
<p>Beige wird, ehe man seine Trekkingsandalen zu &#8211; gewieauchimmerderverschlussfunktioniert &#8211; hat, ehe man sich mit seinem Kassengestell versieht, zur Haltung. Zur geistigen Rückengebetshaltung. Da kann ein jeder nur noch die Hände zusammenschlagen. Über dem Kopf. Und sich als Däne ausgeben.  </p>


<p></p>
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		<title>The bellmonkey &#8211; nice to read you.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schellenaffe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 22:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>We always like to believe that we are one single person. One individual with one personality only. We think with one brain, we survive with one beating heart and we speak with one tongue. People with more than one identity [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>We always like to believe that we are one single person. One individual with one personality only. We think with one brain, we survive with one beating heart and we speak with one tongue. People with more than one identity have a bird. Or not all cups in the cupboard. But it is us who are mistaken and walk ignorantly on the wood way. People can actually have more than one personality. In fact they can have up to 6500 personalities. As this is the number of languages that exist in this babbling world.</p>
<p>When people switch languages they become a different person. Suddenly the eloquent, witty and charming person of your dreams becomes a arm candle holder that understands only train station. Your shy friend turns into a passionate latina and you think „There fries me someone a stork.“ Your self-confident boss suddenly metamorphoses into a stuttering first-grader, whose tongue is knotted together with its poor vocabulary and you shame yourself in ground and floor.</p>
<p><span style="color: #ffc000;"><strong>The more languages we speak, the more tongues we use, the more multi-faceted we become.</strong></span> Even dialects and local accents can change the way we perceive a person. A strong Saxon accent can endanger the conservation of your bloodline, whilst a loose flaky Rhenish „Juten Tach, Schätzelein“ can open doors and hearts at the same time. The clattering in our heads may be noisy or melodic, loud or silent – but in the end it is our mouth, our language that translates the clatter into words and creates connections with other people. Our spoken words speak to or with others. These connections help us form a personality. They let the little monkey in our head become more than a fuzzy furball of ringing thoughts. Language has the power to form us &#8211; and to create new things such as the Schellenaffe. Its DNA consists of twentysix letters. But how much is it formed by its writers tongue, by being German? What is the Schellenaffe anyway?</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1891" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-1024x1024.jpg" alt="English funny quote language Schellenaffe bellmonkey monkey with bells" width="502" height="502" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-1024x1024.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-150x150.jpg 150w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-300x300.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-768x768.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-830x830.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-230x230.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-350x350.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-3-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></p>
<p>To answer this question the Schellenaffe left its cosy row home of harsh sounding, never-ending words such as <em>Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung</em> and started an experiment. Instead of saying something through the flower or in German as usual, it tries to say something in the language that the monkey in the brain of Queen Elizabeth II uses when she sits on the toilet:</p>
<p><strong><span style="color: #ffc000;">Dear tourists and people passing by. You may wonder what this is &#8211; a „Schellenaffe“.</span></strong> It sounds like just another German politician with a deficient laughing muscle (known as the „ mouth angel(a) syndrome“). Or maybe it’s the German way of writing Seychelles – though you`d expect it to include at last one of these weird umlauts and much more harsh sounding consonants. Schrztelzlenrtäftte. Yes, this is more likely the way Germans would spell paradise.</p>
<p>No, the Schellenaffe is something different. It describes the little monkey in our head that is more „annoisy“ than a debate in the British parliament that is accompanied with music from Rammstein. You could call him bellmonkey. The bellmonkey uses a bunch of sophisticated sounding phrases and a whole lot of adjectives in order to impress its readership, bring thoughts to life and make mondays less mimimi. It has a simple message it tries to tell its observers every monday: even if life isn’t a pony farm, a wish concert or cherry-picking enjoy life in full trains.</p>
<p>Everthing is in butter. No matter how well oiled the language is that you use.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter  wp-image-1889" src="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-1024x781.jpg" alt="English funny quote language Schellenaffe bellmonkey monkey with bells" width="503" height="383" srcset="http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-1024x781.jpg 1024w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-300x229.jpg 300w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-768x586.jpg 768w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-830x633.jpg 830w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-230x175.jpg 230w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-350x267.jpg 350w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1-480x366.jpg 480w, http://schellenaffe.de/wp-content/uploads/2019/05/English-1.jpg 1845w" sizes="(max-width: 503px) 100vw, 503px" /></p>
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